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Weser-Kurier: Über die Meyer-Werft schreibt Stefan Lakeband:

Bremen (ots) - Nun geht sie also doch. Und irgendwie war es ja auch abzusehen. Die Papenburger Meyer-Werft verlegt ihren Mutterkonzern nach Luxemburg, um dem deutschen Recht zu entgehen. Nicht dem Steuerrecht, wie das Traditionsunternehmen betont. Nein, es geht darum, die Mitbestimmung zu umgehen. Nur ohne Aufsichtsrat könne die Werft weiter flexibel und für die Zukunft gerüstet sein, heißt es aus der Unternehmensleitung. Diese Ängste sind irrational und ein Beleg dafür, wie moderne Unternehmensführung eben nicht aussieht. Die Mitarbeiter haben einen großen Anteil am Erfolg einer Firma. Ihnen ist - genauso wie Inhaber und Geschäftsführung - daran gelegen, dass sich ihr Unternehmen gut entwickelt. Ihnen einen Platz im Aufsichtsrat einzuräumen, steht dem nicht entgegen. Vielmehr offenbart die Entscheidung der Werft, dass das Unternehmen nicht zukunftsorientiert ist. Sie erinnert an einen Patriarchen, der sich selbst als Königin und seine Mitarbeiter als fleißige Bienen sieht. Sie sollen arbeiten, aber nicht mitreden. Auch wenn die Meyer-Werft eine Firma mit Tradition ist - so eine Denkweise darf sich eine der größten europäischen Werften nicht leisten.

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