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Weser-Kurier: Über die Flüchtlingspolitik schreibt Norbert Holst:

Bremen (ots) - Man muss nur die Bilder sehen, um zu verstehen, warum sich so viele Flüchtlinge auf den Weg nach Europa und insbesondere nach Deutschland machen. Wer hier einen gesicherten Status haben will, der beantragt Asyl. Die Aufnahme von Flüchtlingen ist ein humanitärer Akt. Dafür haben viele Deutsche Verständnis. Die Antwort auf das Problem kann aber nicht die Errichtung immer neuer Zeltstädte in vollkommen überforderten Kommunen sein. Das besorgt viele Bürger zu Recht. Kaum etwas polarisiert die Deutschen so sehr wie dieses Thema. Ein Teil des Problems ist hausgemacht: Deutschland hat die Herausforderung verdrängt. Die Folge: monatelange Fristen für die Bearbeitung von Asylanträgen, eine Zahl von mehr als 125000 geduldeten Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht abgeschoben werden. Die Bundesregierung versucht mit dem neuen Bleiberecht und dem Prinzip der "sicheren Herkunftsstaaten" die Migrationswelle einzudämmen - vor allem mit Blick auf Menschen vom Balkan, die kaum eine Chance auf Asyl haben. Doch selbst, wenn das gelingen sollte: Der Massenexodus aus Afrika und Arabien bleibt. Ein erster Schritt wäre ein differenziertes Einwanderungsgesetz. Es würde Flüchtlingen ermöglichen, ihre Chance in Deutschland zu suchen, auch wenn sie keine Aussicht auf politisches Asyl hätten - ohne kriminelle Schleuserbanden.

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