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Weser-Kurier: Zum Hilfsprogramm für Griechenland schreibt Mirjam Moll:

Bremen (ots) - Pessimisten und selbst erklärte Griechenland-Kenner waren sich sicher, dass es auch dieses Mal nur bei leeren Versprechen der Athener Regierung bleiben würde. Weit gefehlt. Premier Alexis Tsipras hat darüber zwar seine Regierungsmehrheit verloren, aber die ersten Gesetze sind beschlossen. Wie effizient sie umgesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt - doch es ist ein Anfang. Auf die Hellenen kommen harte Jahre zu. Trotz des Hilfsprogramms, für dessen Verhandlung nun die Voraussetzungen geschaffen wurden. Aber wenn Athen diesen Kurs weiter verfolgt, kommen auch wieder gute Jahre. Bis das neue Programm startet, werden noch viele Wochen vergehen. Doch mit seinem Startschuss erhält Griechenland eine letzte Chance, sich selbst zu helfen - mit Milliardenbeträgen für die Wirtschaft. Tsipras muss dann beweisen, dass er dieses Geld auch richtig einsetzen kann. Es fließt erst, wenn es für Projekte genutzt wird, die eine Zukunft haben. Nur, wenn es nicht wieder im Schlund der Oligarchie verschwindet, gibt es eine Perspektive. Es liegt an Tsipras, ob er Kritikern des Hilfsprogramms neues Futter geben will - oder sie zum Schweigen bringt.

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