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Weser-Kurier: Über das A400M-Desaster schreibt Peter Hanuschke:

Bremen (ots) - Vier Tote, zwei schwer Verletzte - der Absturz des Militärtransporters A400M bei einem Testflug ist eine menschliche Tragödie und für das deutsch-französische Unternehmen Airbus ein Desaster: Der Flugzeugbauer muss schnellstens die Ursache für den Absturz finden und plausibel darlegen, dass dieses Unglück eine traurige Ausnahme war und bleiben wird. Das wird schwer für Airbus. Denn das Unternehmen muss Vertrauen für ein Modell zurückgewinnen, das schon vor dem verhängnisvollen Absturz keine zufriedenstellende Nachfrage ausgelöst hatte. Eigentlich war der A400M als Exportschlager gedacht. Auf dem Papier hat er auch das Zeug dazu: Derzeit gibt es weltweit keine vergleichbare Entwicklung, die an die Flug- und Transporteigenschaften der A400M heranreicht. Daher geht Airbus von einem weltweiten Bedarf von 300 bis 400 Maschinen aus - zumindest in der Theorie. Die Praxis sieht jetzt ganz anders: Bevor nicht alles lückenlos aufgeklärt ist, was zum Absturz geführt hat und wie das künftig ausgeschlossen werden kann, werden bei Airbus keine Neubestellung für den A400M eintreffen. Und selbst wenn die Fehler gefunden sind, gibt es noch immer keine Garantie: Es muss Vertrauen aufgebaut werden - und das dauert. Da spielen die Flugeigenschaften auf dem Papier nur eine Nebenrolle.

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