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Weser-Kurier: Kommentar von Silke Hellwig zur Kritik an Subventionen

Bremen (ots) - Der Bericht des Bundes der Steuerzahler hat alles, um sich einmal mehr über die Subventionspolitik des Bundes zu empören. Auf die Plätze, fertig - Skandaaal! Indes lässt die Expertise etwas unerwähnt: Es mag zu verkraften sein, dass Obstbauern auf die Subvention von Apfelbirnen ungern verzichten. Bei der Steinkohle und beim Nahverkehr hätte ein Ende der Zuschüsse gravierendere Folgen: arbeitslose Bergleute und teurere Fahrscheine nämlich. Darüber muss sich jeder Steuerzahler im Klaren sein, wenn er fordert, den Geldhahn zuzudrehen. Dennoch darf und muss es irritieren, dass die Republik Geld für eine Pilgermuschel-Analyse ausgibt. Noch bedenklicher ist jedoch, dass sich eine gewisse finanzielle Freizügigkeit in einem gewaltigen Apparat wie der Bundesregierung offenbar wie ein Geschwür ausbreiten kann, weil sich die Verantwortung in zahllosen Ministerien und Abteilungen atomisiert. Das Verdienst des Bundes der Steuerzahlers ist, zusammenzurechnen, was sonst keiner öffentlich so gerne bilanzieren mag. Und den Bremern müssen die Augen tränen: Wie im Jahr zuvor lässt sich die Nation allein die vom Bund der Steuerzahler aufgelisteten Projekte rund 20 Milliarden Euro kosten. Ach, würde das Geld doch nur ein Mal für die Subventionierung Bremens gebündelt! Die Schulden wären Geschichte.

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