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Weser-Kurier: Zu den Gaspreisen schreibt Petra Sigge:

Bremen (ots) - Wer mit Öl heizt, kann sich freuen. Seit Monaten wird Heizöl immer billiger. Wer den Wintervorrat im Sommer noch nicht gebunkert hat, wird jetzt sogar dafür belohnt. Nicht so die Gasverbraucher. Sie müssen die Vorratshaltung ihrem Gaslieferanten überlassen. Vielleicht hat der sich langfristig zu höheren Preisen eingedeckt, weil er seinen Kunden Preisstabilität garantiert. Vielleicht aber macht der jetzt auch richtig Kasse, weil er zu aktuell geringen Großhandelspreisen einkauft und vergleichsweise teuer an die Endkunden weiterverkauft. Jahrzehntelang reichte den Versorgern der Verweis auf die Ölpreisbindung für das Festhalten an hohen Preisen. Heute müssen sie schon ihre Geschäftspolitik erläutern, um wenigstens Verständnis für ausbleibende Preissenkungen zu erhalten. Und zähneknirschend hinnehmen müssen Kunden heute nichts mehr. Je nach Gebiet gibt es im Schnitt 90 Anbieter. Wenige Mausklicks reichen, um Versorger oder Tarif zu wechseln. Doch wer Gas aus der Leitung bezieht, wird offenbar bequem. Da wird allenfalls reagiert, wenn eine Preiserhöhung ins Haus steht. Würden die Verbraucher ihre Freiheit auch sonst öfter nutzen, gäbe es weniger Versorger, die es sich schadlos leisten können, bei der Weitergabe günstiger Preise auf der Leitung zu stehen.

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