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Weser-Kurier: Kommentar von Lea Reinhard über Zivilcourage

Bremen (ots) - Es ist nicht nur die moralische Pflicht des Einzelnen, Menschen beizustehen, wenn sie in Not sind. Nein, das Gesetz verpflichtet jedermann dazu, Hilfe zu leisten. Kommt einer dieser Verpflichtung nicht nach, kann er strafrechtlich verfolgt werden. Und das ist richtig so. Zivilcourage sollte keine Ausnahmen kennen. Der Fall Tugce hat viele Fragen aufgeworfen, und auch Bremer sind verunsichert: Wie helfe ich richtig, ohne mich in Gefahr zu bringen? Ein ausgebuchtes Seminar der Bremer Polizei macht das große Interesse deutlich. Schließlich kann es auch anders kommen: Nicht die anderen brauchen meine Hilfe, sondern ich bin auf die Hilfe anderer angewiesen. Einige Menschen drehen sich dennoch lieber weg und gehen weiter. Die Angst ist groß, selbst verletzt zu werden. Zugegeben, die Hemmschwelle ist eher hoch, verbal oder körperlich einzugreifen. Aber sucht man sich Mitstreiter und geht dann überlegt vor, kann Schlimmeres verhindert werden. Zudem ist Zivilcourage auch aus sicherer Entfernung möglich. Mit einem Anruf bei der Polizei wird Hilfe geleistet. Es kann schon ausreichen, laut zu erwähnen, dass die Polizei alarmiert ist, damit die Täter flüchten. Also: keine Angst vor Zivilcourage!

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