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Weser-Kurier: Zur internationalen Anti-IS-Allianz schreibt Mirjam Moll:

Bremen (ots) - Dass sich die Allianz gegen die Terrormiliz IS schon kaum drei Monate nach ihrer Gründung selbst auf die Schulter klopft, ist voreilig. Trotz erster Erfolge kann man noch lange nicht von einem Ende der blutigen Verwüstung sprechen, die die Terrormiliz seit Jahresbeginn hinterlässt. Nicht umsonst hat der Iran auf eigene Faust Luftangriffe gestartet. Das mehrheitlich schiitische Land will nicht länger zusehen, wie die sunnitischen Terroristen weiter Gebiete vereinnahmen. Dass sich Teheran im Kampf gegen den IS dennoch nicht an einen Tisch mit der mehrheitlich westlichen Allianz setzte, war nur die Konsequenz daraus. Schließlich fand das Treffen - formal aus logistischen Gründen - im Hauptquartier der NATO statt, die sich bislang nicht in die Kämpfe in Syrien eingemischt hat. Die USA begrenzen ihren Einsatz bislang auf Luftschläge, Deutschland auf Waffenlieferungen. Mit der NATO als Partner könnte die Allianz den IS womöglich schneller zurückdrängen. Doch das Militärbündnis hat seine eigenen Baustellen, der neue Generalsekretär Jens Stoltenberg will sich nicht verzetteln: Für ihn steht eine starke NATO im Osten Europas im Vordergrund, um Russland in die Schranken zu weisen. Will die Allianz gegen den IS wirkliche Erfolge, muss sie selbst aktiver werden.

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