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Weser-Kurier: Zur Energiewende bei Eon schreibt Andreas Kölling:

Bremen (ots) - Der Zeitpunkt war durchaus klug gewählt: Alle Welt redet in Lima übers Klima - und Eon kündigt an, künftig auf Radikal-Öko zu machen. Fort mit Gas, Kohle und Atom, her mit den Erneuerbaren. Da reibt man sich verwundert die Augen ob so viel Läuterung. Aber aufgepasst, hinter dem angekündigten Abschied von atomarer und fossiler Energieerzeugung stehen sicher nicht nur das gerade erwachte Interesse an Klima, Umwelt und Natur, sondern durchaus handfeste wirtschaftliche Interessen. Der Energie-Dinosaurier kämpft schwer ums Überleben und schiebt Milliarden-Verluste vor sich her. Das Minus wird in den kommenden Jahren noch deutlich größer werden. Die Kosten für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Endlagerung sind gegenwärtig nur zu schätzen. Da kann es unternehmerisch durchaus sinnvoll sein, schwer zu kalkulierende Risiken abzuspalten und auszulagern. Was wie ein strahlendes Bekenntnis zur ökologischen Zukunft daherkommt, könnte sich am Ende als ein feiges Davonstehlen aus der Verantwortung entpuppen. Der Bundeswirtschaftsminister will jetzt aufpassen, dass das nicht passiert. Aus Erfahrung lässt sich leider sagen, wenn die Politik auf etwas aufpassen will, dann geht es garantiert in die Hose. Und am Ende zahlen wir alle.

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