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Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holst zu Gewalt im Fußball

Bremen (ots) - Die erschütternden Bilder von der Hooligan-Demo in Köln und der Gewaltexzess der Fans von Galatasaray Istanbul in Dortmund zeigen: Der Fußball hat in diesen Tagen ein gravierendes Problem. Die Gewalt rund um den Fußball hat eine neue Dimension erreicht, sie ist skrupelloser geworden. Da ist es nur folgerichtig, dass sich die Sportminister Gedanken machen. Nun hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer einen Katalog möglicher Maßnahmen vorgelegt. Und der scheint wohldurchdacht. Es geht nicht darum, dem echten Fan das Spiel madig zu machen. Sondern es geht darum, bei Risikopartien wie dem Nordderby zwischen Werder und dem HSV die Gewaltbereitschaft einzudämmen. Wenn beispielsweise bei solchen Spielen die Kartenkontingente für die Gastmannschaft verkleinert werden, dann hilft das den Sicherheitskräften, die Lage besser im Blick zu behalten. Auch der Einsatz von Sonderzügen für Fans ist überdenkenswert. Erst am vergangenen Wochenende haben rund 100 Anhänger von Eintracht Frankfurt, aus Hannover kommend, bei einem längerem Stopp in Kassel randaliert. Diese Maßnahmen allein werden aber nicht ausreichen, die Stadien wieder sicherer zu machen. Es bleiben zwei Probleme: Die oft nicht nachvollziehbare Solidarisierung von normalen Fußball-Fans mit Krawallmachern. Und krasse Fehleinschätzungen der Lage - siehe die Hooligan-Demo in Köln.

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