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Weser-Kurier: Zum Mietwohnungsbau schreibt Norbert Holst:

Bremen (ots) - Wenn Wirtschaftsverbände, Bau-Gewerkschaft und Mieterbund gleichzeitig Alarm schlagen, dann ist das weitaus mehr als der übliche Alarmismus von Lobbyvertretern. Das Verbändebündnis warnt: Jedes Jahr müssten rund 40000 Mietwohnungen im mittleren Preissegment zusätzlich gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Doch der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird in Unistädten und Ballungsräumen immer größer: Wird überhaupt noch investiert, dann in höherpreisige oder gar Luxuswohnungen. Die Verbände nehmen die Politik in die Pflicht. Bund, Länder und Kommunen kassieren Milliarden Euro beim Neubau von Mietwohnungen. Doch immer weniger von diesem Geld fließt in den Wohnungsbau zurück. Die Vorschläge des Bündnisses sind pragmatisch: Es ruft in Zeiten der Schwarzen Null nicht nach einem Konjunkturprogramm, sondern nach besseren steuerlichen Abschreibungen - damit sich Investitionen in bezahlbare Wohnungen wieder lohnen. Denn effektiver als jede Mietpreisbremse ist ein funktionierender Markt. Halten sich Angebot und Nachfrage die Waage, dann gäbe es nicht die zum Teil irrsinnigen Mietsteigerungen der vergangenen Jahre. Bessere Abschreibungsmöglichkeiten könnten zudem den Effekt eines kleinen Konjunkturprogramms haben. Wann, wenn nicht in Zeiten sich eintrübender Wirtschaftsprognosen?

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