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Weser-Kurier: Kommentar von Andreas Kölling zum Konsumklima

Bremen (ots) - Da waren selbst die Konsumforscher überrascht: So leicht lassen sich die deutschen Verbraucher offenbar nicht ins Bockshorn jagen. Die heimische Wirtschaft verliert an Dynamik, internationale Krisen rütteln am fragilen Aufschwung, Südeuropa ist längst noch nicht über den Berg und Chinas Wachstum schwächelt - trotzdem wird Geld ausgeben, wie nix. Und das soll auch so weitergehen, mindestens bis Weihnachten, sagen die Forscher - ziemlich ratlos über die Gründe für die ungetrübte Verbraucherstimmung. Pfeifen im dunklen Wald? Noch mal richtig Spaß haben, bevor es doch wieder mies wird? Der globale Aufschwung ist ausgesprochen verhalten und seine Nachhaltigkeit zweifelhaft. Da wäre es ratsam, für schlechte Zeiten etwas auf die hohe Kante zu legen. Aber das ist gerade wenig bis gar nicht lukrativ wegen der mickrigen Zinsen. Aber die sind nicht nur auf der Habenseite mikroskopisch niedrig, auch im Soll. Das kann dann rasch dazu verleiten, mehr auszugeben, als man eigentlich hat. Nur, weltwirtschaftliche Risiken lassen sich leider nicht "wegkonsumieren". Eine Konjunktur, die sich vor allem auf die Binnennachfrage stützt, ist wenig tragfähig. Zumal, wenn sie sich auf Pump finanziert. Kommt jetzt der Arbeitsmarkt ins Wanken, stürzt das Verbrauchervertrauen ab. Und dann?

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