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Weser-Kurier: Kommentar von Stefan Lakeband zur Cannabis-Legalisierung

Bremen (ots) - Es klingt schon merkwürdig: Polizisten, die sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzen. So richtig kann man sich das nicht vorstellen, schließlich ist es ihr Job, die Verbreitung von Drogen zu verhindern. Andererseits sind solche Forderungen allzu verständlich. Die Gesetzeshüter befassen sich jeden Tag mit Straftaten: Einbrüche, Diebstahl, Gewalt. Verbrechen, bei denen auch andere Menschen unverschuldet zu Schaden kommen. Wenn sie allerdings jemanden verhören müssen, der dann und wann einen Joint raucht, gerät die Verhältnismäßigkeit aus den Fugen. Wer nicht gerade in großen Menschenmassen kifft, schadet eigentlich nur sich selbst - so wie beim Alkohol. Der ist in der Gesellschaft aber weitestgehend akzeptiert. Hinzu kommt der immense Arbeitsaufwand: Finden Polizisten Drogen, dürfen sie nicht wegsehen, selbst wenn die Menge noch so gering ist. Und selbst wenn sie genau wissen, dass das Verfahren wieder eingestellt wird. So etwas frustriert. Würde man das Verbot lockern, könnten aus Straftätern harmlose Konsumenten werden, der Verkauf von Cannabis könnte kontrolliert stattfinden und Polizisten müssten sich nicht mehr mit Bagatellen rumschlagen, sondern hätten mehr Zeit für die eigentlichen Probleme.

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