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Weser-Kurier: Zu den Tarifabschlüssen 2014 schreibt Andreas Kölling:

Bremen (ots) - Konjunkturalarm in der deutschen Wirtschaft: In vielen Branchen läuft es nicht mehr rund. Der Wachstumslokomotive geht mehr und mehr der Dampf aus. Der milde Winter und Verbraucher, die das Geld mit vollen Händen ausgegeben haben, trieben die Wirtschaft in den vergangenen Monaten voran. Die Prognosen, auf die sich die Bundesund EZB-Banker stützten, als sie mehr Teilhabe am Wachstum für die Tarifbeschäftigten empfahlen, waren offensichtlich schon von der Wirklichkeit überholt. Mittlerweile kann von zwei Prozent Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr keine Rede mehr sein. Das wird sich auch im Portemonnaie der Arbeitnehmer bemerkbar machen. Wohl denen, die bereits profitiert haben. Aktuelle Abschlüsse von zwei bis drei Prozent haben wegen der niedrigen Inflation real ein Plus in die Haushaltskassen gebracht. In kommenden Tarifverhandlungen wird diese Marke nicht mehr erreicht werden. Das hat Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer deutlich gemacht. Auf die nahezu euphorische Stimmung im ersten Halbjahr folgt möglicherweise ein schlimmer Kater. Flexible und differenzierte Tariflösungen je nach Region, Branche und Leistungskraft der Unternehmen, wie sie Kramer angeregt hat, könnten dabei die Folgen mildern - für beide Seiten: Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer können die geopolitische Situation ausblenden. Und die ist gerade brandgefährlich.

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