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Weser-Kurier: Kommentar von Daniel Killy zum Nationalen Bildungsbericht

Bremen (ots) - Was ein Konsortium von Wissenschaftlern unter dem Titel "Bildung in Deutschland 2014" am kommenden Freitag vorlegen wird, ist eine schallende Ohrfeige für die handelnden Personen in Wirtschaft und Politik. Denn die Fachleute erklären das Problem des Lehrstellenmangels zu einem hausgemachten. Mehr als 50.000 Lehrstellen fehlten 2013 in deutschen Unternehmen - da klingt deren Klagelied über einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern reichlich dissonant. Mit etwa 500.000 Azubi-Neuzugängen wurde der tiefste Stand seit 20 Jahren erreicht. Nur noch gut jeder fünfte Betrieb in Deutschland nimmt die Mühen der Ausbildung überhaupt noch auf sich. Doch wer nicht beizeiten in qualifizierten Nachwuchs zu investieren bereit ist, riskiert - gerade angesichts der demografischen Entwicklung - perspektivisch das Wohlergehen des gesamten Gemeinwesens. In Deutschlands Unternehmen muss schnellstens umgedacht werden, ansonsten könnte uns mittelfristig eine ähnlich katastrophale Jugendarbeitslosigkeit drohen, wie sie in weiten Teilen Europas bereits vorherrscht. Und auch die Politik sollte die Warnung der Wissenschaft schleunigst ernst nehmen. Denn was nutzen die ambitioniertesten Förderprogramme, wenn sie sich nicht auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar machen...

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