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Weser-Kurier: Kommentar von Jürgen Wendler zum Astronauten Alexander Gerst

Bremen (ots) - Die einen halten die Reisen von Astronauten ins Weltall für zu teuer und angesichts der vielen Probleme auf der Erde für überflüssig. Die anderen hingegen betonen, dass die Raumfahrt auch einen praktischen Nutzen habe. Zwar verdankt die Menschheit die Teflon-Pfanne entgegen einer weit verbreiteten Annahme nicht der Raumfahrt, aber zahlreiche andere Errungenschaften gehen darauf zurück, so zum Beispiel hitzebeständige und besonders leichte Materialien. Ohne Raumfahrt gäbe es zudem weder das Satellitenfernsehen noch die Satellitennavigation. Ganz gleich jedoch, wie der Einzelne zu solchen Technologien steht: Unstrittig dürfte sein, dass Menschen wie Alexander Gerst, der zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegt, großen Respekt verdienen. "Zwischen Hochmut und Demut steht ein Drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut", hat Theodor Fontane (1819 bis 1898) geschrieben. Und wer wollte bestreiten, dass Reisen ins All auch heute noch viel Mut erfordern? Der Geophysiker Gerst nimmt die Belastungen nicht zuletzt deshalb auf sich, weil er glaubt, zur Verbesserung des Lebens auf der Erde beitragen zu können. Er möchte mit seinen Arbeiten im All die Entwicklung neuer Materialien ermöglichen. Mehr kann man von einem Wissenschaftler kaum erwarten.

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