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Weser-Kurier: Kommentar von Alexander Pitz zum Innovationsreport

Bremen (ots) - Die Ergebnisse des Innovationsreports, der die auf dem Markt neu angebotenen Arzneimittel untersucht, sind katastrophal: Nur drei von 20 neuen Wirkstoffen aus dem Jahr 2011 sind tatsächlich innovativ und bringen den Patienten einen Fortschritt. Die restlichen Präparate dienen dagegen im Grunde nur einem Zweck: den ökonomischen Interessen der Pharmakonzerne. Die positive Botschaft aber ist: Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verbesserung. Damals fielen die Studienergebnisse noch katastrophaler aus, und nur eine Arznei erwies sich als wirkliche Innovation. Bemerkenswert ist zudem, dass der Anteil der Neupräparate, die überhaupt keinen Zusatznutzen mit sich bringen, um die Hälfte zurückgegangen ist. Das im Januar 2011 in Kraft getretene Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes zeigt demnach Wirkung. Seither müssen Pharmahersteller nachweisen, worin der Fortschritt ihrer Neuentwicklungen im Vergleich zu den bereits etablierten Medikamenten liegt. Der Druck, nur noch halbwegs sinnvolle Arzneien auf den Markt zu bringen, hat also zugenommen. Dennoch ist es notwendig, diesen Druck zu erhöhen. Der Gesetzgeber sollte veranlassen, dass auch ältere Bestandsmedikamente einer Nutzenbewertung unterzogen werden müssen. Dann würde so manches Sinnlospräparat endlich vom Markt verschwinden.

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