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Weser-Kurier: Althusmann will Stellenstreichungen bei Lehrern vermeiden

Bremen (ots) - Bremen/Hannover. Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) geht davon aus, dass das CDU/FDP-Kabinett bei seiner bevorstehenden Haushaltsklausur für 2011 keine Lehrerstellen streichen wird. "Ich glaube fest daran, dass es gelingen könnte, diejenigen Lehrerstellen im System belassen zu können, die eigentlich wegen des Rückgangs der Schülerzahlen abbaubar wären", sagte Althusmann dem Bremer "Weser-Kurier" (Montag-Ausgabe). "Damit wäre eine Menge gewonnen. Damit könnten wir pädagogische Schwerpunkte setzen, zum Beispiel die Klassen verkleinern, die Schulleiter stärker entlasten und die Unterrichtsversorgung auf hohem Niveau sichern." Althusmann ließ offen, ob das dritte kostenlose Kindergartenjahr abgeschafft wird. "Es kostet rund 100 Millionen Euro jährlich. Das ist heute angesichts der angespannten finanziellen Lage natürlich sehr schwierig zu stemmen", meinte der Minister. "Aber auch hier wäre es wünschenswert, keine Abstriche machen zu müssen." Schließlich sei die Einführung des beitragsfreien Kindergartenjahrs ein wichtiges Zeichen für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewesen. "Andererseits sollten wir stärker in die Qualität der frühkindlichen Bildung investieren", betonte Althusmann. "Da ist die Beitragsfreiheit nur ein Aspekt, es geht beispielsweise auch um die Größen der Kita-Gruppen oder eine noch bessere Sprachförderung. Man kann aber nicht alles gleichzeitig haben." Angesichts sinkender Schülerzahlen teilweise von bis zu 40 Prozent in den nächsten zehn Jahren kündigte Althusmann vorsichtige Reformen bei den Schulstrukturen an. "Wir müssen die Schullandschaft behutsam fortentwickeln, ohne die Schulqualität aus den Augen zu verlieren." Unmittelbar nach den Sommerferien soll dazu eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Ministerien und kommunalen Spitzenverbänden starten. Neben einer weiteren und stärkeren Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen gehe es dabei auch um mehr Flexibilität für die Schulträger vor Ort, etwa bei den geforderten Mindestzügigkeiten für Schulneugründungen. "Wir sollten aber vermeiden, in ideologische Einheitsschuldebatten zu verfallen. Wir brauchen vielmehr für jede Region eine passgenaue Lösung."

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