Amgen GmbH

Aranesp(R) in Deutschland zur Behandlung der Anämie bei Patienten mit chronischem Nierenversagen zugelassen

München (ots) - AMGEN (NASDAQ:AMGN) erhielt heute die europäische Zulassung für Aranesp(R) (Darbepoetin alfa) zur Behandlung der renalen Anämie bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz. Diese europäische Zulassung ist unmittelbar auch in Deutschland gültig. Aranesp(R) stellt einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung der renalen Anämie dar", sagte Kevin Sharer, Vorstandsvorsitzender und CEO von AMGEN. "Nach der Entwicklung von rekombinantem humanem Erythropoetin (R)-HuEPO) durch AMGEN in den frühen Achtziger Jahren, sind wir stolz darauf, den Dialysepatienten in Europa jetzt mit Aranesp(R), eine neuartige erythropoetisch wirksame Substanz als Alternative zu r-HuEPO anbieten zu können". Aranesp(R) hat im Vergleich zu r-HuEPO eine zwei- bis dreifach verlängerte Serumhalbwertszeit in vivo und wird in der Regel einmal wöchentlich verabreicht. Bei Patienten mit einmal wöchentlicher r-HuEPO-Gabe kann auf eine Aranesp(R)-Gabe einmal alle zwei Wochen umgestellt werden. Bereits existierende Therapien mit herkömmlichen rekombinanten Erythropoetinen setzen bis zu drei Injektionen pro Woche voraus, um die renale Anämie beheben zu können. "Die verlängerte Halbwertszeit von Aranesp(R) vereinfacht die Behandlung der renalen Anämie wesentlich und leistet einen bedeutenden Beitrag zu einem moderneren Anämie-Management. Da Aranesp(R) weniger häufig injiziert werden muss, verbessert es die Lebensqualität des Patienten und erleichtert die Arbeit des Pflegepersonals. Der Einsatz von Aranesp(R) dürfte auch in ökonomischer Hinsicht vorteilhaft sein, da in den verschiedenen Studien kein Wirkungsunterschied zwischen subkutaner und intra-venöser Gabe gefunden wurde", erklärte Professor Bommer, ein führender Nephrologe aus Heidelberg. "Wir gehen davon aus, dass die Dialysepatienten in Deutschland die Behandlung mit Aranesp(R) bevorzugen werden, weil Sie damit bis zu 100 Injektionen pro Jahr weniger brauchen als mit den bisher verfügbaren Medikamenten", sagte Dr. Wilhelm Hellein, Geschäftsführer der AMGEN GmbH in München. "Wir haben mit der Einführung von Neupogen(R) vor über 10 Jahren bereits die Behandlungsqualität von Krebspatienten entscheidend verbessern können und sind überzeugt, mit Aranesp(R) einen ebenso wichtigen Beitrag für die Dialysebehandlung zu leisten", so Hellein weiter. In Deutschland leiden etwa 60.000 Menschen an terminalem Nierenversagen (Jahresbericht der QuaSi-Niere gGmbH 1999). Die Mehrzahl dieser Patienten entwickelt eine sogenannte renale Anämie. Da die Nieren nicht mehr funktionieren, steht auch das für die Bildung der roten Blutkörperchen notwendige Hormon Erythropoetin nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung. Der Mangel an roten Blutkörperchen führt zu einer Unterversorgung des Organismus mit Sauerstoff. Die neue Substanz Aranesp(R) regt das Knochenmark an, die Produktion von roten Blutkörperchen zu erhöhen. Das führt in der Regel zu einer schnellen Behebung der renalen Anämie. Die Anämie kann zu großen gesundheitlichen Problemen bei Patienten mit chronischem Nierenversagen führen. "Bleibt die Anämie unbehandelt, hat dies schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensqualität und den Gesundheitszustand der Patienten, und kann sogar zu einer linksventrikulären Hypertrophie führen, eine der Ursachen für Herzversagen", erläutert Dr. Ian Macdougall, Nephrologe am Kings College in London und Berater der Firma AMGEN. "Mit der Entwicklung von Aranesp(R) haben wir das umfangreichste klinische Programm in unserer Firmengeschichte absolviert", sagte Anthony Gringeri, Leiter der Produktentwicklung bei AMGEN in den USA. Aranesp(R) wurde von AMGEN durch Rational Drug Design entwickelt. Der Austausch von fünf Aminosäuren ermöglichte die Addition zweier weiterer stickstoffgebundener Kohlenhydratketten an das Molekül. Diese Hyperglykosylierung bewirkt eine Erhöhung der biologischen Aktivität des Moleküls durch eine Verlängerung seiner Halbwertszeit im Serum. NESP ist eine Abkürzung und steht für Novel Erythropoiesis Stimulating Protein. Aranesp(R) ist der zum Markenschutz eingetragene Handelsname des Medikaments. NESP wird gentechnisch in Säugetierzellen, sogenannten Chinese Hamster Ovary Cells (CHO) produziert. NESP wird derzeit auch bei Tumorpatienten mit Anämien in umfangreichen Studien klinisch getestet. AMGEN plant, noch in diesem Jahr einen Zulassungsantrag bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für den Einsatz von NESP in der Onkologie einzureichen. AMGEN ist das größte unabhängige Biotechnologie-Unternehmen der Welt. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt im kalifornischen Thousand Oaks. AMGEN erforscht, produziert und vertreibt Substanzen, die mit Hilfe moderner Techniken der DNA-Rekombination und Zellbiologie entwickelt werden. ots Originaltext: AMGEN GmbH Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: AMGEN GmbH Robert Unterhuber Director Scientific & Institutional Communications Telefon: 089 / 14 90 96-250 Fax: 089 / 14 90 96-180 Email: robertu@amgen.com Pressemitteilungen von AMGEN lassen sich über die AMGEN WebSite aufrufen: www.AMGEN.de Sollten Sie in Zukunft unsere Pressemitteilungen online erhalten wollen, können Sie sich auf unserer WebSite im Medien-Forum unter der Rubrik "Pressemitteilungen" für den direkten Email-Presseservice registrieren lassen. Original-Content von: Amgen GmbH, übermittelt durch news aktuell

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