ARD Radio & TV

Media-Analyse: ARD-Radiosender mit fast 34 Millionen Hörern weiter Spitze - Info- und Kulturprogramme erstmals bei sieben Prozent / Pleitgen: "Starker Beitrag der ARD zur Radiokultur"

    Köln (ots) - Die öffentlich-rechtlichen Radioveranstalter haben
zum dritten Mal in Folge Hörer gewonnen und sind in Deutschland
weiterhin an der Spitze. 33,78 Millionen Menschen schalten montags
bis freitags ein Radioprogramm der ARD-Sender ein. Das ergibt die
Media Analyse 2002/I, die heute in Frankfurt am Main veröffentlicht
wurde.
    
    Deutlich mehr als die Hälfte (52,7 %) der in Deutschland lebenden
Menschen hört demnach an einem durchschnittlichen Werktag eines der
60 öffentlich-rechtlichen Radioprogramme (Hörer gestern Montag bis
Freitag). Die 180 rein werbefinanzierten Konkurrenten kamen insgesamt
auf eine Tagesreichweite von 47,0 Prozent, das entspricht 30,12
Millionen.
    
    "Der Erfolg unserer Radioprogramme liegt in ihrer Vielfalt
begründet", so der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen. "Wir begleiten
unsere Hörerinnen und Hörer mit schneller, zuverlässiger und
unabhängiger Information aus der Region und aus der ganzen Welt durch
den Tag. Radio ist ein kultiviertes Medium und zugleich allen leicht
zugänglich. Besonders froh bin ich über den starken Beitrag der ARD
zur Radiokultur - von der anspruchsvollen Comedy über Alltagskultur
bis zum Sinfoniekonzert."
    
    Die Kultur- und Informationsprogramme der ARD-Sender erzielten ein
Rekordergebnis. Erstmals schalteten 7,0 Prozent (4,47 Millionen) der
Hörer diese in der MA als sogenannte "gehobene Programme"
ausgewiesenen Hörfunkwel-len ein (Hörer gestern Montag bis Freitag).
Mit dem erneuten Gewinn bei den Kultur- und Informationsprogrammen
setzt sich ein Aufwärtstrend der vergangenen Jahren fort.
    
    Auch im gesamten Wochendurchschnitt (Hörer gestern Montag bis
Sonntag) sind die Hörfunkprogramme der ARD wieder sehr erfolgreich.
In dieser Kategorie hörten 50,6 Prozent eines der 60 Radioprogramme
der Landesrundfunk-anstalten, das entspricht 32,42 Millionen. Die 180
privaten Konkurrenten kamen insgesamt auf eine Tagesreichweite von
44,7 Prozent, das entspricht 28,65 Millionen.
    
    Das Radio ist mit einer leicht gestiegenen durchschnittlichen
Hördauer von 204 Minuten pro Tag das Medium, das nach dem Fernsehen -
das durchschnittlich 205 Minuten genutzt wird - die meisten Menschen
erreicht.
    
    Die MA ist eine von der Arbeitsgemeinschaft Media Analyse
getragene Standarduntersuchung zur regelmäßigen Erhebung von
Nutzungsdaten. Beim Hörfunk stellt die MA mit zuletzt knapp 55.000
Telefoninterviews die größte regelmäßige Befragung dar, die
repräsentative Ergebnisse für die Deutsch sprechende Bevölkerung ab
14 Jahren erbringt (rund 64,1 Millionen). Ermittelt wird vor allem,
für welche Programme sich die Hörer am Tag vor der Befragung
entschieden haben ("Hörer gestern"). Die Ergebnisse der MA werden
zurzeit zweimal im Jahr - im März und im August -  veröffentlicht.
    
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