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Vereinbarungen über weitere Finanz- und Strukturhilfen für Radio Bremen und Saarländischen Rundfunk unterzeichnet

    Saarbrücken (ots) - Die ARD ist in ihren Kooperationsbemühungen weiter vorangekommen. Norddeutscher Rundfunk und Radio Bremen sowie Südwestrundfunk und Saarländischer Rundfunk haben am Rande der ARD-Sitzung in Saarbrücken entsprechende bilaterale Vereinbarungen unterzeichnet, auf die sie sich im September 2009 in Hamburg verständigt hatten.

    Der NDR und Radio Bremen bauen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Verwaltung und Technik weiter aus. Bereits von 2010 an soll Radio Bremen dadurch im Umfang von insgesamt einer Million Euro jährlich finanziell entlastet werden. Der NDR wird für Radio Bremen künftig u. a. den Senderbetrieb, die Buchhaltung und die Honorarabrechnung für freie Mitarbeit übernehmen. Auch Revisionsaufgaben und das Internetproviding wird der NDR künftig für Radio Bremen erledigen. Die Kooperation ist langfristig angelegt.

    NDR Intendant Lutz Marmor erklärt: "Durch eine noch intensivere Kooperation in Verwaltung und Technik erzielen wir Einspareffekte, die Radio Bremen finanziell entlasten. Auf diese Weise leistet der NDR einen weiteren wirksamen Beitrag dazu, die Eigenständigkeit von Radio Bremen zu erhalten. Mittelfristig möchten wir durch die Zusammenarbeit Synergien heben, die dem Gebührenzahler zugute kommen."

    Für Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen, hat die Vereinbarung Vorbildcharakter : "Ich bin davon überzeugt, dass unser Beispiel Schule machen wird. In der ARD werden wir in den kommenden Jahren noch mehr Arbeitsteilung und Kooperation sehen. Das spart Geld der Gebührenzahler, ohne dass wir unser Programm-Angebot schmälern."

    In der Verwaltungsvereinbarung zwischen SWR und SR verpflichtet sich der Südwestrundfunk, jährlich zusätzlich 1,4 Millionen Euro pro Jahr für die Zeit von 2010 bis einschließlich 2012 für den Saarländischen Rundfunk zu erbringen. Dies umfasst Kooperationen im IT-Bereich, die Beteiligung an den Ausstrahlungskosten, die gemeinsame Beauftragung des Streamings der Online-Angebote sowie die Übernahme der Kosten der Gebührenabteilung inklusive Beauftragtendienst.

    Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks und ARD-Vorsitzender, würdigt die Vereinbarung: "Obwohl der SWR wie alle anderen ARD-Anstalten von der Gebührenerosion betroffen ist, stehen wir zu unserer der Gemeinschaft geschuldeten Verantwortung. Und dass wir unseren kleineren Partner im Südwesten ernst nehmen, seine Leistungen schätzen und ihm im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen, kann man fast schon als Tradition bezeichnen."

    SR-Intendant Fritz Raff dankt dem SWR: "Dem SR nutzt in hohem Maße diese in vielen Bereichen bereits schon lange gelebte Zusammenarbeit und Unterstützung, er kann so die hohe Qualität und Vielfalt seines Programms für alle Saarländerinnen und Saarländer aufrecht erhalten.

    SR und SWR sind seit langem Vorreiter für stärkere Kooperationen und Synergienutzungen zwischen den ARD-Landesrundfunkanstalten".

    Die Verwaltungs- bzw. Kooperationsvereinbarungen sollen weitere Synergien schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur aufgabengerechten Finanzierung der kleinen Rundfunkanstalten leisten. Dies wiederum entspricht den Forderungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) in ihrem 16. Bericht.

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