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ARD legt Telemedienkonzepte für Dreistufenstests vor

    Stuttgart (ots) - ARD-Vorsitzender Peter Boudgoust: Schärfung des öffentlich-rechtlichen Profils im Interesse der Nutzer

    Die ARD hat Ende Mai ihre Telemedienkonzepte an die Aufsichtsgremien versandt. Darin sind sämtliche Telemedien-Angebote beschrieben, die die ARD bisher bereitgestellt hat und auch in Zukunft anbieten möchte. Diese werden nun durch die Gremien den sogenannten Dreistufentests unterzogen, die jeweils mit der Publizierung der Konzepte auf den Internetseiten der Rundfunkräte beginnen.

    ARD-Vorsitzender Peter Boudgoust: " Mit den Telemedienkonzepten haben wir die Prüfvorlagen für die Dreistufentests erstellt. Bei unseren Konzepten stehen die Nutzer und ihre Interessen im Mittelpunkt. Unsere Angebote sollen ihnen zuverlässig qualitativ hochwertige und vielfältige Informationen bieten und das vor allem frei zugänglich und werbefrei."

    Die elf Konzepte für die gemeinschaftlichen Angebote der ARD beschreiben im Detail, wie die ARD mit ihren Telemedienangeboten auch in Zukunft ihren Auftrag erfüllen will. Hierzu zählen bekannte langjährige Internetangebote wie ARD.de, DasErste.de, tagesschau.de, sportschau.de und boerse.ARD.de sowie die Webseiten der drei Digitalkanäle EinsPlus, EinsExtra, EinsFestival und - in Abstimmung mit dem ZDF - das  Onlineangebot des KI.KA. Die Telemedienkonzepte von 3sat und Phoenix werden federführend durch den Fernsehrat des ZDF geprüft. Außerdem umfassen die Bestandsbeschreibungen auch den Teletext und die elektronischen Programmführer.

    "Mit dem neuen Staatsvertrag hat der Gesetzgeber erstmals ausdrücklich anerkannt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen originären Auftrag für Telemedien innehat. In unseren Konzepten legen wir dar, in welcher Weise wir mit unseren Telemedien diesen Auftrag erfüllen und einen Beitrag zum publizistischen Wettbewerb leisten", so ARD-Generalsekretärin Dr. Verena Wiedemann.

    Wie im neuen Staatsvertrag gefordert, nimmt die ARD bestimmte Inhalte und Einzelelemente aus den Angeboten heraus, die unter die so genannte "Negativliste" fallen, etwa einzelne Spiele oder Tarifrechner. In ihren Telemedienkonzepten beschreibt die ARD auch die künftigen maximalen Verweildauerfristen für verschiedene Inhalts- und Darstellungsformen.

    Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust bittet die Nutzer um Verständnis, dass künftig weniger Inhalte der ARD im Netz zu finden sind: " Es geht nicht um den Anspruch, eine Enzyklopädie des Wissens zu sein. Aber es schmerzt nicht nur uns, sondern auch die Nutzer, die - ganz untypisch für das Internet - künftig wohl häufiger bei ihrer Suche erfolglos bleiben. Positiv ist: Durch die journalistische Überprüfung wird das Profil unserer Telemedienangebote noch einmal deutlich geschärft."

    Die ARD hat die Telemedienkonzepte auch an die Staatskanzleien der Länder übersandt. Die Landesrundfunkanstalten legen für ihre Angebote jeweils eigene Telemedienkonzepte vor.

    Weitere Informationen finden Sie unter:   www.ARD.de/intern/dreistufentest

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