Syngenta Agro GmbH

Grüne Gentechnik kann ein Baustein zur Ernährungssicherung sein / Präsident der Novartis Stiftung ruft zur Versachlichung der Diskussion auf

Frankfurt (ots) - "Dürfen wir vor dem Hintergrund des dramatischen Wachstums der Weltbevölkerung, der Wasserverknappung und der Abnahme des landwirtschaftlich nutzbaren Landes unser Forschungsportfolio einfach schließen?" Diese Frage stellte Professor Klaus M. Leisinger, Executive Direktor der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, in das Zentrum seiner Rede im Frankfurter Presseclub. Im Rahmen eines Pressegespräches, zu dem Syngenta Agro eingeladen hatte, stellte Leisinger sein neues Buch "Biotechnologie, Ernährungssicherheit und Politik" vor. Leisinger fordert darin ein stärkeres Engagement der öffentlichen Forschung in der Biotechnologie. Das Buch ist im Dinges Verlag, Grünstadt kürzlich erschienen (ISBN 3-9806596-2-3). Dramatisches Bevölkerungswachstum verknappt die Ressourcen Bis zum Jahre 2050 wird die Weltbevölkerung auf über neun Milliarden Menschen anwachsen. Dies trifft vor allem die Städte - dort, wo keine Landbewirtschaftung möglich ist. Die pro Kopf zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Fläche wird bis Mitte des Jahrhunderts um mehr als 30 Prozent auf 0,15 Hektar sinken. Das ist etwas mehr als die Größe des Strafraums im Fußball. Ähnlich drastische Entwicklungen zeichnen sich bei der Wasserversorgung ab. Nach neuen Prognosen wird im Jahre 2025 in mehr als 50 Ländern akuter Wassermangel herrschen. Abnehmender Fortschritt der konventionellen Agrarforschung Die landwirtschaftliche Erträge lassen sich mit Hilfe der konventionellen Agrarforschung immer weniger steigern. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung öffnet sich eine Schere, die ohne die Nutzung der Biotechnologie sehr wahrscheinlich nicht geschlossen werden kann. "Hier gilt es, fundamentalistische Kritik über Bord zu werfen und in kritischer Begleitung der neuen Technologie eine Chance zu geben. Sonst laufen wir Gefahr, den richtigen Zeitpunkt zum Handeln zu verpassen", so Leisinger bei seiner Buchvorstellung. Um dies zu erreichen, sei auch ein größeres Engagement der öffentlichen Forschung anzumahnen. Nachhaltige Sicherung der Ernährung ist Ziel der Bundesregierung Dr. Hans-Joachim de Haas vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit stellte als Ko-Referent des Tages heraus, dass etwa 52 Prozent der aktuellen bilateralen Haushaltsmittel des BMZ "armutsorientiert" eingesetzt werden. Mit dem Konzept zur Ländlichen Entwicklung will die Bundesregierung dauerhafte Perspektiven für die Erhaltung von Lebensraum und Auskommen erarbeiten. Derzeit fließen etwa 35% der Mittel, die das BMZ für bilaterale Projekte aufwendet in den Bereich ländliche Entwicklung. "Biotechnologie alleine kann nicht als Antwort auf den Hunger in den Entwicklungsländern angesehen werden", so de Haas. Es sind jedoch Potenziale vorstellbar, wenn zum Beispiel die Trockentoleranz von Nahrungskulturen oder deren Qualität für die menschliche Ernährung erhöht werden könne. Eine mögliche Reduzierung der Pflanzenschutzintensität sei im ökologischen Sinne bedeutsam. Die Grüne Gentechnik könne unter bestimmten Rahmenbedingungen durchaus ein Instrument der Nachhaltigen Landwirtschaft sein. Stehvermögen in der sachlichen Debatte Die Versachlichung der öffentlichen Diskussion über das Pro und Contra zur Gentechnik sei seit Jahren ein Anliegen von Leisinger. Dies habe er auch in seiner neuen Publikation deutlich skizziert. Es sei sein Verdienst, sich kritisch mit den Potentialen der Bio- und Gentechnik für die Entwicklungsländer auseinandergesetzt zu haben. Syngenta Agro GmbH (Pflanzenschutz) und Syngenta Seeds GmbH (Pflanzenzüchtung) sind die Tochtergesellschaften der Syngenta Germany GmbH in Deutschland. Syngenta ist das weltweit führende Agribusiness-Unternehmen und nimmt im Pflanzenschutz Platz eins und im hochwertigen Saatgutmarkt Platz drei ein. Der Proforma-Umsatz 2000 betrug rund USD 6,9 Milliarden. Syngenta beschäftigt mehr als 20 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 50 Ländern. Das Unternehmen setzt sich mit innovativer Forschung und Technologie für eine nachhaltige Landwirtschaft ein. Syngenta wurde im November 2000 durch den Zusammenschluss von Novartis Agribusiness und Zeneca Agrochemicals gegründet und ist an der Schweizer Börse sowie in London, New York und Stockholm notiert. Weitere Informationen finden sich unter (www.syngenta.com) und (www.syngenta.de). ots Originaltext: Syngenta Agro GmbH Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Peter Hefner Media Relations Tel.: +49-69-7155-348 oder Tel.: +49-69-7155-246 Fax.: +49-69-7155-225 Mobil: +49-171-3653-776 peter.hefner@syngenta.com Syngenta Agro GmbH Liebigstrasse 51-53 D-60323 Frankfurt www.syngenta.de Original-Content von: Syngenta Agro GmbH, übermittelt durch news aktuell

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