Frau im Spiegel

Jan Fedder: "Ich bete jeden Abend und bin Gott für jeden Tag dankbar"

München (ots) - Hinter der oft ruppigen Fassade von Jan Fedder, 55, steckt eine ganze Menge mehr. "Wenn eine Situation so traurig ist und mir weh tut, dann weine ich auch", bekennt der Schauspieler gegenüber der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. "Ich finde es gut, wenn auch Männer echte Gefühle zeigen." Der Hamburger, der seit 1991 mit der ARD-Kultserie "Großstadtrevier" jede Woche (montags, 18.50 Uhr) Millionen Zuschauer vor den Bildschirm lockt, ist zudem ein sehr gläubiger Mensch. "Ich bete jeden Abend", verrät Fedder. "Ich bin Gott für jeden Tag dankbar, an dem es meiner Frau und mir gut geht."

Ein Besuch bei dem beliebten TV-Polizisten, der nur ganz selten Einblicke in sein Privatleben zulässt, ist kurios und nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Zumindest, wenn man das sogenannte Jägerzimmer auf seinem Bauernhof bei Itzehoe (60 Kilometer vor den Toren Hamburgs) betritt. Dort wimmelt es von wilden Tieren: ein gewaltiger Löwenkopf, Geparden, Wildschweine, Rentiere und ein zähnefletschender Bär - die Trophäen wirken auf den ersten Blick bedrohlich. Selbst gejagt hat der Darsteller die Tiere nicht, aber er mag ihre Gesellschaft. Kein Flohmarkt, kein Antiquitätengeschäft ist sicher vor ihm. Nicht nur ausgestopfte Tiere haben auf seinem idyllischen, drei Hektar großen Anwesen ein Zuhause gefunden. Zu Jan Fedders kleinem Privatmuseum gehören mehr als 30 antike Autos, Trecker und Motorräder. Auch 15 Fahrräder, zuletzt ein schwarzes amerikanisches Cross Bike, hat er erstanden. "Mein absolutes Schmuckstück ist aber ein Messerschmidt-Kabinenroller aus den Fünfziger Jahren", sagt Fedder. Den Grundstein für seine Oldtimer-Sammlung ermöglichte eine Erbschaft. "Ich war 19, mein verstorbener Onkel vermachte mir 19 000 Mark. Ich investierte das Geld in Autos."

Auf dem Bauernhof verbringt Fedder seine knappe Freizeit am liebsten. Wenn er allein ist, brutzelt er sein Lieblingsgericht: Kartoffeln mit Makkaroni und Gulaschsoße, alles schön durchgemust. Er braucht diese unglamourösen Stunden als Ausgleich zu seinem Beruf. Doch viel Zeit zum Ausspannen bleibt Jan Fedder auch diesen Sommer nicht. "Ich habe jetzt nur eine Woche Urlaub, ansonsten drehe ich durch. 'Büttenwarder', dann der zweite Teil von '2 für alle Fälle' und 'Großstadtrevier'."

Seine Ehefrau Marion, 49, eine gelernte Kommunikationswirtin, hat sich schon bei ihrem vielbeschäftigten Ehemann beschwert, weil er so wenig Zeit für sie hat. Der 55-Jährige sieht das so: "Wenn es jetzt beruflich nun mal so gut für mich läuft, muss ich da durch und Marion auch. In jeder Ehe muss man Kompromisse eingehen." Ein Mann - ein Wort. Süßholzraspeln ist nicht sein Ding. Trotzdem ist Fedder ein liebevoller Ehemann. "Ich bin sehr bemüht, meine Frau zu verwöhnen. Ich möchte, dass sie mit mir glücklich ist, auch wenn ich so wenig Zeit für sie habe. Wir sind eine Einheit." Und wenn das Paar, das seit 2000 verheiratet ist, mal anderer Meinung ist, wird alles in Ruhe besprochen. "Richtigen Streit haben wir zum Glück nur ganz selten. Ich weiß, dass Marion die Frau meines Lebens ist. Ich liebe ihre Art, ihre Schönheit, ihren Humor." Um die Liebe frisch zu halten, wohnen Jan Fedder und seine Marion nach wie vor in getrennten Wohnungen in Hamburg.

Für ihre Zukunft hat der Schauspieler auch schon Pläne. "Wenn ich 60 bin, überlege ich mir etwas. Ich denke nicht, dass ich diesen Job im ,Großstadtrevier' noch bis in die Puppen mache." Viel lieber will er mit seiner Frau die Welt bereisen. "Dann gehe ich mit Marion auf große Fahrt. Ich möchte mit ihr auf Kreuzfahrtschiffen die Welt erkunden."

Das Geheimnis seines Erfolgs versucht Kettenraucher und Vegetarier Fedder so zu erklären: "Ich verstelle mich nicht. Ich habe Ecken und Kanten. Ich kann ruppig und charmant sein, auch mal ausrasten, doch eigentlich bin ich eine treue Seele. Die Zuschauer sind ja nicht doof. Die merken genau, ob es einer ernst meint oder sie veräppelt."

Seine Kindheit und Jugend auf St. Pauli, das Rotlichtmilieu haben den Star geprägt: "Meine Eltern hatten eine Kneipe am Hafen. Das war nicht ohne. Ich habe dort viel fürs Leben gelernt. Zum Glück bin ich auf der anderen Seite gelandet. Wäre ich nicht TV-Polizist, wäre ich sicher Anarchist geworden."

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