Frau im Spiegel

Bettina Wulff verrät: Christian Wulff mag keinen Alkohol

München (ots) - "Zweisamkeit mit meinem Mann ist sehr selten", gesteht Bettina Wulff (36) im Interview mit der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. Das Leben an der Seite eines Spitzenpolitikers findet die Frau von Ministerpräsident Christian Wulff (50) "durchaus spannend, interessant und bereichernd", obwohl sie "vor der Hochzeit sehr nachdenklich war", ob sie "so ein Leben aushalten kann". Bettina Wulff: "Verrückte Dinge tun in der Phase der frischen Verliebtheit, das ging nicht. Es fehlt Platz für Spontaneität, denn inzwischen ist auch mein Leben sehr viel mehr fremdbestimmt. Bevor wir uns kannten, war mir überhaupt nicht bewusst, wie das Leben eines Spitzenpolitikers aussieht."

Die 36-Jährige ist Ehefrau, Mutter, First Lady und seit Kurzem wieder berufstätig. "Mir ist mein Job sehr wichtig, auch für die eigene Selbständigkeit", betont sie. "Da ich im Bereich Presse und Öffentlichkeit arbeite, tut das unserer Beziehung gut. Ich verstehe so viele Dinge besser, mit denen er täglich zu tun hat und ich biete ihm über die Familie hinaus auch eigenen Gesprächsstoff an."

Warum hat sie sich in Christan Wulff verliebt? - "Er hat einen super Humor, und wir können gut über die selben Dinge lachen. Er kann sehr charmant sein, ist ungemein ausgeglichen." Ihr Mann habe eine Art auf Menschen zuzugehen, die sie bis heute schwer beeindrucke. Er sei "der offenste Mensch, den ich kenne, ein absoluter Menschenfreund".

Bettina Wulff, Mutter von Leander (6) und Linus (fast 2), war auch mal Alleinerziehende. "Damals habe ich gemerkt, dass plötzlich Geld und Hilfestellung wie Betreuung eine ganz andere Rolle spielen", erinnert sie sich. "Der Vater meines ersten Sohnes hat mich zwar unterstützt, dennoch war ich für den Alltag allein verantwortlich." Behördengänge seien für sie eine intensive Erfahrung gewesen, durch die sie gelernt habe, Hilfe auch anzunehmen, was bis dahin eher ein Problem für sie gewesen sei. "Aber diese Zeit hat mich auch stärker und selbständiger gemacht."

Ihr Sohn Leander empfinde seine Mutter teils als streng. "Ich lege viel Wert auf klare Regeln, weil unser Leben gut durchorganisiert sein muss. Doch die Jungs wissen ganz genau, dass ich sie über alles liebe und es nichts gibt, was diese Liebe erschüttern könnte", erzählt Bettina Wulff. Als Werte möchte sie ihren Kindern "auf jeden Fall Selbständigkeit, Offenheit für andere Menschen" mitgeben. "Mitgefühl finde ich sehr wichtig, und dass sie selbstbewusst sind. Sie sollen ihren Platz im Leben finden, sie selbst sein können und sich nicht bis zur Unkenntlichkeit anpassen müssen."

Die First Lady von Niedersachsen wirbt gemeinsam mit anderen Prominenten für die "Stiftung für das behinderte Kind" der Berliner Charité, die, unterstützt von dem Spirituosenhersteller Pernod Ricard, auf die Gefahren von Alkohol während der Schwangerschaft aufmerksam machen will. Sie wirbt mit dem Slogan "Kein Gläschen in Ehren". Ob sie keinen Alkohol mag? - "Zu einem leckeren Essen gehört auch einmal ein guter Wein", sagt Bettina Wulff. "Aber während der Schwangerschaft entstehen irreparable Schäden beim Säugling."

Und klingt der Tag bei Wulffs bei einem guten Tropfen aus? - "Nein, mein Mann mag keinen Alkohol. Er nippt höchstens an Wein. Er liebt Säfte und genießt bei gutem Essen oder Schokolade." Bisweilen sorge das für Erheiterung, wenn sie ihren Grauburgunder trinke und er genüsslich seinen Bananensaft.

In Niedersachsen ist Bettina Wulff Schirmherrin für die Stiftung "Eine Chance für Kinder". "Wir kümmern uns mit speziell ausgebildeten Hebammen um junge Familien und Schwangere in sozial schwierigen Situationen", erklärt sie. Sie sammle Spenden, werbe für die Stiftung. "Aber ich gehe auch immer wieder selbst in die betroffenen Familien, informiere mich über die Arbeit der Familienhebammen, halte Kontakt zu den Müttern." Ihre wichtigste Erfahrung dabei: Alle Konfliktszenarien, die man sich ausmalen könne, die gebe es leider tatsächlich. "Die ersten Male haben mich die Erlebnisse bis in den Schlaf verfolgt", sagt sie. "Mittlerweile wird es besser. Aber ich habe gemerkt, dass diese Erfahrungen mich im Umgang mit meinen eigenen Kindern verändern. Zum einen bin ich unendlich dankbar, dass meine Jungs gesund und so lebendig sind. Zum anderen verbringe ich seither noch viel bewusster meine Zeit mit den beiden."

Und wo bleibt bei ihrem Pensum noch Raum für sie selbst? - "Ich laufe regelmäßig, fahre mit dem Rad durch die Natur und gehe ins Fitnessstudio." Sport sei für sie "gleichermaßen Ventil und Akku, die einzige Zeit, mich nur mit mir selbst zu beschäftigen und wieder einen klaren Kopf zu bekommen".

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