Bundesverband der Systemgastronomie e.V.

Nachwuchskräfte gesucht - eine branchenübergreifende Herausforderung

Nachwuchskräfte gesucht - eine branchenübergreifende Herausforderung

6. Juli 2016 - In weniger als zwei Monaten beginnt das neue Ausbildungsjahr 2016. Von 494.512 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Berufsausbildungsstellen sind 203.247 noch unbesetzt und trotzdem 187.028 Bewerber unversorgt. Ursache sind teils spezielle Berufswünsche, teils ein Auseinanderfallen von Wohnort und Ausbildungsplatz. Nachwuchskräfte zu finden, stellt nicht nur die Systemgastronomie vor eine Herausforderung. Dies zeigt der branchenübergreifende Erfahrungsaustausch mit kooperierenden Verbänden. Mit den Mitgliedern des Bundesverbandes der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (bdv) diskutierte Andrea Belegante, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des BdS, im Rahmen ihres Gastvortrages bei deren Jahreshauptversammlung.

Andrea Belegante stellte hierbei fest, dass der Pool, aus dem alle schöpfen, auch für alle schrumpfe. Natürlich sei es auch weiterhin wichtig und richtig, um Schulabsolventen zu werben und diese für eine Ausbildung in der eigenen Branche zu begeistern. Es sei aber ebenfalls entscheidend, diejenigen, die die Ausbildung beginnen bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen. Die Systemgastronomie hätte eine Abbrecherquote von über 10% und eine Durchfallquote von über 20%. "Das können wir uns nicht leisten", betont Belegante. "Wir müssen mehr in die investieren, die da sind", so Belegante weiter. Es gehe auch darum, Individualitäten der Bewerber stärker zu berücksichtigen und daraus idealerweise sogar einen echten Mehrwert zu generieren.

Es bringe auch nichts, Menschen, die aus diversen Gründen aktuell nicht ausbildungsreif sind, in Ausbildung zu drängen. Frust und Enttäuschungen seien ansonsten vorprogrammiert. Die Systemgastronomie habe so durchlässige Karrierestrukturen, dass Qualifikationen und Abschlüsse jederzeit möglich sind. Es gelte, den richtigen Moment abzupassen. So werde beispielsweise Mitarbeitern mit mindestens vier Jahren Berufserfahrung, die bisher keine Berufsausbildung absolviert haben, mittels einer sogenannten Externenprüfung, nach einem Intensivkurs, der Abschlusses zur/zum Fachfrau/Fachmann für Systemgastronomie ermöglicht. Der BdS biete im Jahr 2016 erstmals den Intensivkurs "Fast Fasy" an und plant, diesen Ansatz fortzuentwickeln und bundesweit auszubauen. "Es ist uns lieber, jemand fängt erst einmal angelernt bei uns an und entwickelt sich dann bis zum Berufsabschluss weiter, als dass wir mit hohen Abbrecher- und Durchfallquoten Enttäuschungen für beide - Auszubildende und Ausbilder - schaffen."

Die standardisierten Prozesse in der Systemgastronomie erleichtern den Berufseinstieg in die Systemgastronomie auch für Geringqualifizierte. Daher ist der BdS auch bei der Beratung der BdS-Mitglieder rund um die Integration von Flüchtlingen engagiert. Der BdS-Leitfaden Beschäftigung von Asylbewerbern und Flüchtlingen ist im Juni 2016 bereits in der 4. Auflage erschienen.

Der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) ist als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die umfassende Branchenvertretung der Systemgastronomie Deutschlands. Der BdS vereint die relevanten Player der Systemgastronomie, zu denen unter anderem die Marken Autogrill, Burger King, KFC, McDonald's, Nordsee, Pizza Hut, Starbucks, Vapiano, aber auch neuere Konzepte wie beispielsweise coa, YAZ oder Meatery zählen. Die BdS-Mitgliedsmarken erwirtschafteten 2015 mit über 100.000 Beschäftigten rund fünf Milliarden Euro in über 2.700 Standorten. Der BdS ist ein Verband mit zwingender Tarifbindung für seine Mitgliedsrestaurants.

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Valerie Holsboer, Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS), Wilhelm-Wagenfeld-Straße 20, 80807 München, holsboer@bundesverband-systemgastronomie.de

 
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