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CeBIT 2000 - Neuheiten schon Wochen vor der Messe: Von Speicherzwergen und blauen Zähnen

Hamburg (ots) - Der ultraflache Walkman hinter'm Ohr, Kameras in Daumennagelgröße, Recorder in Scheckkartenformat, bei den CeBIT-Hits der Sony Deutschland GmbH dreht sich alles um den Speicherzwerg "Memory Stick". Auf dem vom High-Tech Presseclub Hamburg (HHPC) organisierten "Pre-CeBIT-Event 2000" präsentierten erstmals sieben Lead-Companys (Sony, Ericsson, Philips, Panasonic, Elsa, Compaq, Kodak) ihre CeBIT-Neuheiten vor dem exklusiven Kreis norddeutscher IT-Fachjournalisten und sprachen über Trends und Strategien in der Informationstechnologie (IT). "Ob Foto, Audio, CarFi oder Computer, es wird keine Entwicklung unseres Hauses geben, die nicht den Memory Stick als Speichertechnologie integriert", sagte Peter Körsgen, Leiter Sony Business Management Audio/ Video auf dem Pre-CeBIT-Event 2000 im Hamburger Marriott Hotel. Durch den kaugummistreifenkleinen Speicherstab (32MB kosten 199, 64 MB 299 Mark) werden HiFi-Anlagen und andere "Listening Module" künftig flach wie eine Flunder. Der High-Tech-Konzern zeigt auf der weltgrößten Computermesse u.a. eine, ans Internet anschließbare Kopfhörerstation mit einem in den Hörer integrierten Speicherstab. Der mit einem Kopierschutz versehene Memory Stick OG (open gate) gibt MP3-Daten in CD-Qualität wider. Der nur 69 Gramm leichte Walkman NS-WM 7 (Preis: 849 Mark) enthält keine beweglichen Teile mehr. Zur Freude eines jeden Joggers bringt sein 64 MB-Speicherstab 120 Minuten digitale Musik erschütterungsfrei zu Gehör. Das 1,7 kg leichte Notebook Z600RE aus der Vaio-Familie (500 MHz Intel Mobile Pentium III-Prozessor, 128 MB RAM, 12 GB Festplatte, USB, i.Link, Preis: 6499 Mark) ist der erste Flachcomputer mit eingebautem Memory-Stick-Steckplatz. Hochwertige Fernseh- oder Videosignale von Digital-TV oder DVD stoßen zunehmend an die technischen Grenzen des mehr als 60 Jahre alten PAL-Fernsehstandards. Daher hat Sony eine neue TV-Technologie entwickelt, die deutlich mehr Schärfe und Detailreichtum ins Puschenkino bringt. Das Digital Reality Creation (DRC) genannte Verfahren fügt zum vorhandenen TV-Signal Bildpunkte hinzu. Die Auflösung wird so rechnerisch verdoppelt. Erste 16:9 Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 92- und 88 Zentimeter und zwei Rückprojektionsfernseher kommen nach der CeBIT auf dem Markt. Die neue Technik soll dann im Laufe des Jahres in die neuen Sony-Fernseher integriert werden. Statt auf den Memory Stick setzt Panasonic mit der SD-Memory-Card (64 MB) auf einen eigenen Kleinstspeicherstandard. Wie Sprecherin Christina Blake auf dem Hamburger Pre-CeBIT-Event 2000 erklärte, hätten bereits 71 Unternehmen ihre Absicht erklärt, sich der neu gegründeten SD Association (SDA) anzuschließen. Erste Produkte soll es ab Sommer geben. Als Flaggschiff der diesjährigen CeBIT-Neuheiten aus dem Hause Panasonic gilt das Panafax DX-2000. Das rund 5000 Mark teure Hochleistungs-Kommunikationscenter für das vernetzte Büro kann zum Beispiel Faxe über Internet oder Intranets als eMail weiterleiten oder umgekehrt, eMails als Faxe ausgeben. Aufgrund seiner hohen Speicherkapazität und des integrierten Hochleistungsprozessors kann das auch als Netzwerkscanner einsetzbare DX-2000 drei Aufgaben auf einmal wahrnehmen. Lange wurde darüber gesprochen, zur CeBIT 2000 kommen sie endlich, die Computer zu Preisen unter 1000 Mark. PC-Marktführer Compaq verspricht mit seinem Preisbrecher "iPaq" Web-Zugang auf Knopfdruck und einen garantierten Lebenszyklus von mindestens 12 Monaten. Clever auch die kostensparende Lösung, dass die Notebooks der Armada-Reihe (E500, E700, M300, M700) in dieselbe Dockingstation passen. Weiteres CeBIT-Highlight des texanischen Herstellers: die weltgrößte Datenbank (256 GB RAM, 110 TB Speicher). In Compaqs NonStop Himalaya arbeiten 128 Prozessoren parallel. Der Handy-Markt boomt ungebrochen. Doch die lange angekündigten WAP-fähigen Modelle sind noch immer rar gesät. Der schwedische Handy-Hersteller Ericsson zeigte auf dem HHPC-Event bereits seine neuen Handys, so das R320s, ein Dualband-Handy mit WAP-Fähigkeit, einem Fünf-Zeilen-Display und nur 100 Gramm schwer. Das R380s ist dagegen für jene zugeschnitten, die viele Organizer-Funktionen benötigt: Großer Touchscreen hinter der aufklappbaren Zifferntastatur über die gesamte Länge des Geräts. Doch noch bevor die ersten WAP-Handys den Massenmarkt erobern können, hat das schwedische Unternehmen bereits ganz andere Ziele. "Im Jahr 2002 wird in Europa UMTS unsere GSM-Netze ablösen", sagte Stefan Kirmse, Product Marketing-Chef von Ericsson. Bei 40 bis 200 Mal höheren Datengeschwindigkeiten werden die Anwender dann sogar große Dateien wie Bilder über ihre Handys in wenigen Sekunden verschicken können. Philips setzt mit seinen neuen Handy-Modellen auf solide Technik, Benutzerfreundlichkeit und Design. Alle neuen Modelle, die das Unternehmen aus Eindhoven auf der CeBIT zeigen will, lassen sich auch per Sprache steuern. Das Savvy Vogue ist unter den Philips-Handys derzeit auf dem Markt das Erfolgreichste und spricht vor allem Einsteiger und junge Leute an. Es ist in mehreren Trendfarben erhältlich und hebt sich mit seinem modisch-jugendlichen Auftreten deutlich vom Gros der Handys ab. Dazu gibt es drei Spiele, einen Biorhythmuskalender, einen Chronometer sowie Emotion Icons, mit denen der Nutzer seine SMS-Nachrichten persönlich gestalten kann. Bereits mehrere Preis hat das Philips Xenium erhalten - für sein Design und die anwenderfreundliche Benutzerführung, zum Beispiel durch eine Karussell-Funktion, mit der sich der Anwender spielend leicht und übersichtlich im Menü orientieren kann. "Knapp ein Jahr nach der Einführung gibt es in Europa mittlerweile mehr als 1,5 Millionen ADSL-Anschlüsse", sagte Ralf Koenzen, Geschäftsbereichsleiter Kommunikationssysteme bei der Elsa AG, auf dem Pre-CeBIT-Event 2000 vor dem High-Tech Presseclub Hamburg. "Die ADSL-Technik läuft mit der zehnfachen Einführungsgeschwindigkeit als damals bei ISDN." Das Aachener Unternehmen zeigt auf der CeBIT u.a. als einer der ersten deutschen Hersteller eine komplette Geräte-Palette für die mobile Kommunikation auf der Grundlage der Bluetooth-Technik. Durch die mobilen "AirLancer- Ports" ist jetzt ein drahtloser Datentransfer in voller Netzwerkfunktionalität mit einer auf 600 Meter verdoppelten Reichweite möglich. Das bedeutet, kabellos dringen Daten nunmehr durch vier, statt wie bislang maximal durch zwei Stockwerke. Einen unendlichen Hunger des Internets nach Bildern diagnostizierte Gunter Plapp, Marketing Manager Digital der Kodak Foto GmbH, auf dem Hamburger Pre-CeBIT-Event 2000. "Die digitale Fotografie wirkt befruchtend. Mit 166 Millionen Stück wurden mehr Filme verkauft als je zuvor." Das Unternehmen rühmt sich, die 28 Millionen, im deutschen Markt befindlichen konventionellen Kameras "computerfähig" zu machen und will ihre Picture-CD in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Aktivitäten stellen. Neu ist die programmierbare CD-PROM, die zwei CD-Technologien kombiniert. Die neue Kodak CD-PROM (Compact Disc-Programmable ROM) verbindet auf dem Speichermedium einen vor-beschriebenen Bereich, der digitale Informationen wie Software-Anwendungen, Musik oder Spiele enthalten kann, mit einem anderen Bereich, den die Nutzer individuell beschreiben können. Im Vordergrund ihrer CeBIT-Präsentation stellen die Stuttgarter allerdings die Möglichkeit, mit den Digitalkameras DCS 520 und DCS 620 Bilder direkt über das Mobiltelefon zu übertragen. ots Originaltext: HHPC Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Kontakt: Peter Becker Fischbeker Heuweg 9 21149 Hamburg Mobil: 0171 - 7 45 45 46 Tel. Fax: 040 - 702 80 80 Original-Content von: hightech presseclub, übermittelt durch news aktuell

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