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Ein im Tornetz zappelnder Verteidiger ist das "Sportfoto des Jahres" Sascha Fromm aus Riechheim wurde gestern Abend mit dem höchstdotierten Sportfotopreis ausgezeichnet MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Ein im Tornetz zappelnder Verteidiger ist das "Sportfoto des Jahres"
Sascha Fromm aus Riechheim wurde gestern Abend mit dem höchstdotierten Sportfotopreis ausgezeichnet
MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN
Dateiname: mercedes-sportfoto16-feature.mp3
Dateigröße: 2,90 MB
Länge: 02:06 Minuten

München (ots) - Anmoderation:

Sie sind eine ganz spezielle Spezies unter den Sportjournalisten. Die Männer und Frauen, die hinter den Fußballtoren, an der Langlaufloipe oder am Rande der Tartanbahn mit ihren riesengroßen Teleobjektiven sitzen und auf den Moment für das beste Foto lauern. Wenn sie Glück haben fangen die Sportfotografen ein Bild ein, das unvergessen bleibt und Emotionen weckt. So wie Sascha Fromm aus Riechheim bei Erfurt. Der 48-jährige drückte am 10. Mai genau im richtigen Augenblick auf den Auslöser. Beim Heimspiel von Rot Weiß Erfurt gegen den MSV Duisburg und fotografierte er Verteidiger Juri Judt, der bei einem Rettungsversuch im eigenen Tornetz zappelte. "Ins Netz gegangen" heißt sein Schnappschuss, der gestern Abend in München mit dem Preis für das "Sportfoto des Jahres" ausgezeichnet wurde:

O-Ton Sascha Fromm

Es gibt solche Momente immer wieder, aber es ist auch nicht einfach, das so scharf zu bekommen, weil der Moment so kurz ist. Da saßen auch Kollegen aber die hatten alle das Pech, dass sie den Torpfosten im Gesicht hatten. Also ein bisschen Glück gehört natürlich immer mit dazu. Das ist eine große Ehre. Hier kämpfen ja schon die besten deutschen Sportfotografen. Es ist für mich einfach riesig, bereits zum zweiten Mal der große Sieger zu sein. (0:28)

Bis die hochkarätig besetzte Jury sich jedoch für das Bild von Sachas Fromm entschieden hatte, waren garantiert viele Diskussionen nötig. Denn wie jedes Jahr waren die Vielfalt und die Qualität der eingereichten Fotos wieder ausgesprochen hoch. Das bestätigt Jury-Mitglied und kicker-Chefredakteur Rainer Holzschuh. Die Leiterin der Mercedes-Benz Sportkommunikation spricht jedes Jahr von einer neuen Herausforderung, die würdigen Preisträger zu bestimmen:

O-Ton Rainer Holzschuh

Wir haben in diesem Jahr 800 Fotos eingesandt bekommen und eigentlich fast jedes dieser Fotos hätte es verdient gehabt, zumindest ausgezeichnet zu werden. Es sind fantastische Bilder dabei. Und sich dann für eines entscheiden zu müssen, ist oft verdammt schwierig. (0:16)

Seit 1963 wird die Auszeichnung "Sportfoto des Jahres" vom Deutschen Sportjournalistenverband vergeben. Der Deutsche Fußballbund, dessen Generalsponsor Mercedes-Benz, das kicker-sportmagazin und Nikon stiften insgesamt 30.000 Euro. In insgesamt sechs Kategorien wurden gestern Abend die Preise vergeben. Besonders stolz dürfte Matthias Hangst aus Karlsruhe gewesen sein. Er gewann den ersten Preis in der heimlichen Königskategorie "Portfolio". Denn die zeichnet keinen einzelnen glücklichen Schnappschuss aus, sondern honoriert die fotografische Leistung über das ganze Sportjahr hinweg:

O-Ton Matthias Hangst

Das Portfolio ist ein Ding, das Zeit braucht. Das stellt sich nicht von heute auf morgen zusammen. Für mich ist es einfach die Bestätigung, dass ich meinen Job gut und erfolgreich mache. Es ist einfach mein Beruf und ich will am Jahresende wissen, das Jahr über war das Niveau hoch und gut. Einzelschüsse können Schnappschüsse und Glücksbilder sein, manchmal sind es auch grandiose Bilder wie dieses Jahr, aber das Portfolio ist einfach so ein Querschnitt. Und ich finde einfach als Sportfotograf in Deutschland sollte man auch mehr können als nur Fußball. Portfolio geht nicht nur mit Fußball sondern man muss da auch beweisen, dass man auch etwas anderes drauf hat. (0:44)

Natürlich wurden in diesem Jahr nicht nur Bilder aus dem Profisport eingereicht, die Stars wie Manuel neuer und Co. In Action zeigen. Die Sportfotografen verbringen auch unglaublich viel Zeit damit, Amateur- und Jugendmannschaften zu beobachten. Und das mit sehr viel Leidenschaft und einem guten Gespür für ganz besondere Momente und Situationen. Das beweist das Siegerfoto in der Kategorie "Fußball: Amateure und Jugend" von Robert Michael aus Dresden. Sein Foto zeigt einen vom Platz gestellten Spieler auf der Strafbank, hinter ihm ein Schild mit der Aufschrift: "Wer den Schiedsrichter beleidigt muss mit dem Verweis vom Sportplatz rechnen!"

O-Ton Robert Michael

Ich wusste eigentlich nur, dass dieser Platz relativ urig ist. In einem Wohngebiet mit einem alten Sportcasino und so. Dass das Schild da hing wusste ich im Vorfeld nicht. Aber das habe ich dann gesehen und dachte: mal gucken, ob sich darum etwas ergibt. Macht mich also wirklich stolz. Ich habe viele Jahre eingereicht und es freut mich einfach riesig, dass es einmal geklappt hat. (0:32)

Abmoderation

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Wie wahr dieser Spruch ist würde gestern Abend deutlich bei der Vergaben des Preises "Sportfoto des Jahres". Dieser wird vom Deutschen Sportjournalistenverband, von Mercedes-Benz, der Zeitschrift Kicker und Nikon seit 1963 vergeben.

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