Mercedes-Benz

"Ich habe natürlich großen Respekt vor der Leistung, die Google innerhalb von 17 Jahren zu einem Frontrunner gemacht hat"

"Ich habe natürlich großen Respekt vor der Leistung, die Google innerhalb von 17 Jahren zu einem Frontrunner gemacht hat"
Dateiname: mercedes-iaa-15-interview-zetsche.mp3
Dateigröße: 4,77 MB
Länge: 03:28 Minuten

Frankfurt (ots) - Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche im Interview zu den Impulsen, die von der 66. IAA ausgehen werden, zur erstmaligen Präsenz von Google auf der Messe und zur Bedeutung der Digitalisierung für die Automobilindustrie INTERVIEW MIT DR. DIETER ZETSCHE

Anmoderation:

Die IAA in Frankfurt hat heute mit dem ersten Pressetag begonnen. Seit 8.30 Uhr laufen auf dem riesigen Messegelände im Viertelstundentakt, teilweise sogar parallel Pressekonferenzen. Diese IAA gilt nicht nur als die weltgrößte Automobilausstellung, sie hat auch die meisten Weltpremieren und setzt die Trends für die kommenden Jahre. Im Exklusiv-Interview mit Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche haben wir uns über das Hauptthema Digitalisierung unterhalten, über die Konkurrenz von Google - das Unternehmen ist erstmals auf der IAA - und über die Impulse, die von dieser 66. IAA ausgehen werden.

1. Frage: Herr Dr. Zetsche, die Mercedes-Benz Halle ist auch noch Stunden nach Ihrer Pressekonferenz proppenvoll. Worauf führen Sie das zurück? Das Entscheidende ist, dass unsere Produkte bei dem Publikum hervorragend ankommen, wir sehr viele neue Produkte in den Markt bringen und jedes einzelne Produkt eigentlich ein Verkaufshit wird. Und das führt in Summe zu dem großen Erfolg den wir genießen. (0:16)

2. Frage: Die Messe ist erst wenige Stunden alt, Sie selbst führen ein Interview nach dem anderen. Haben Sie trotzdem schon Feedback erhalten, wie Ihre neuen Fahrzeuge ankommen? Schon jetzt sind die Reaktionen ausschließlich positiv und, ohne dass es den Ansatz von Arroganz haben soll, sind wir davon nicht völlig überrascht, weil wir von den Produkten, die wir hier zeigen, sehr überzeugt sind. (0:15)

3. Frage: Sie haben gestern Abend und auch heute das Thema Digitalisierung in den Mittelpunkt Ihrer Ausführungen gestellt. Wie wichtig ist dieses Thema für Ihr Unternehmen, für die ganze Branche? Die Digitalisierung erfasst sehr viele Bereiche des Lebens, zumindest des wirtschaftlichen Lebens, in großen Teilen der Wertschöpfung, ob sich um den Vertrieb handelt, die Produktion oder den Arbeitsplatz insgesamt und natürlich das Produkt. Das führt auch dazu, dass sich neue Wettbewerber in diesen Feldern tummeln, zum Teil auch mit dem Risiko, dass der Kontakt zum Kunden nicht mehr direkt durch uns geschieht, sondern über Dritte. Wir sehen in allererster Linie aber Chancen in diesen Entwicklungen, dass wir überall neue Möglichkeiten erschließen können. Und wenn wir das schneller tun als unsere Wettbewerber, dann werden wir damit nur ein besseres Unternehmen werden. (0:46)

4. Frage: Zum ersten Mal ist mit Google ein Vertreter der digitalen Industrie auf der IAA. Müssen die traditionellen Hersteller Angst vor Google haben? Angst ist grundsätzlich kein guter Ratgeber. Ich habe natürlich großen Respekt vor der Leistung die Google innerhalb von 17 Jahren zu, am Marktwert gemessen, einem Frontrunner in der weltweltweiten Wirtschaft gemacht hat. Und selbstverständlich wird das, was sie gegebenenfalls im Feld der Automobilindustrie tun wollen, sehr ernst zu nehmen sein. Aber ich weiß eben auch, dass wir große Stärken haben, dass wir Zuversicht haben können und wenn wir offen bleiben, wenn wir lernen, wenn wir uns schnell bewegen, dann brauchen wir uns vor niemandem Sorgen machen. (0:34)

5. Frage: Das Highlight der heutigen Präsentationen war das Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio. Die Reaktionen der Journalisten waren geradezu euphorisch. Warum hat es eigentlich 44 Jahre gedauert, bis Sie wieder ein viersitziges Luxus-Cabrio auf den Markt gebracht haben? Das gilt eigentlich für alles, was überzeugt, dass man fragt, wieso nicht vorher. Hier ist es natürlich so, dass ein S-Klasse-Segment kleiner ist, als ein E-Klasse, C-Klasse oder gar Kompakt-Segment, und dass das Cabriolet eine Nische im Segment darstellt und insofern ist es für alle Hersteller schwierig, aus diesen vergleichsweise kleinen Stückzahlen, ein wirtschaftlich vielversprechendes Projekt zu starten. Wir sind nun in der hervorragenden Lage, dass wir in dem Gesamtsegment mit Abstand stärker sind, als jeder andere. Und deshalb können wir es uns leisten, auch mit größeren Stückzahlen für so ein Nischenfahrzeug rechnen zu können. Das erlaubt uns eben heute ein solches Traumfahrzeug den Kunden anzubieten und damit nicht nur unsere Marke weiter mit dem Scheinwerfer zu beleuchten sondern das auch unserer Profitabilität weiter zu gute kommen zu lassen. (0:53)

6. Frage: Die IAA gilt traditionell als Trendmesse. Welche Impulse erwarten Sie? Sicherlich ist die Digitalisierung ein Thema, was sich quer durch alle Stände und Hersteller zieht. Wir haben darüber hinaus natürlich Design-Werthaltigkeit als ein Thema, was wir sehr stark gesetzt haben. Wir haben mit der C-Klasse ein völlig neues Niveau in diesem Segment definiert und werden sicherlich bei den Neuerscheinungen der Wettbewerber Reaktionen darauf sehen. Aber das ist ja schön, wenn man die Pace vorgibt und unser Ansinnen ist es auch, das so fortzusetzen. (0:30)

Abmoderation

Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche im Exklusiv-Interview.

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

Ansprechpartner:
Mercedes-Benz: Bettina Fetzer, 0711 17 75858
Mercedes-Benz: Claudia Merzbach, 0711 17 95379
all4radio: Hermann Orgeldinger, 0711 3277759 0
Original-Content von: Mercedes-Benz, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Mercedes-Benz

Das könnte Sie auch interessieren: