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GRS veröffentlicht "Transportstudie Konrad 2009"

Köln (ots) - Die GRS hat mit der "Transportstudie Konrad 2009" die möglichen radiologischen Auswirkungen von Transporten radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung zum Endlager Konrad untersucht und bewertet. Die mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Transporte zu keinem relevanten radiologischen Risiko für Mensch und Umwelt führen.

Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) hat mit der "Transportstudie Konrad 2009: Sicherheitsanalyse des Transports radioaktiver Abfälle zum Endlager Konrad" die potenziellen radiologischen Auswirkungen der Transporte für Bevölkerung, Transportpersonal und Umwelt in der Region des Endlagers ermittelt.

Die Untersuchungen der GRS betrachten dabei zwei Szenarien: das eines normalen, unfallfreien Transports und das eines Transportunfalls. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Mensch und Umwelt bei der Beförderung radioaktiver Abfälle zum Endlager Konrad keinem relevanten radiologischen Risiko ausgesetzt werden. In dem Szenario des unfallfreien Transports wurde für die Bevölkerung - d. h. Menschen, die in der betrachteten Region leben oder deren Arbeitsplatz sich dort befindet - eine Strahlenexposition von maximal 0,02 Millisievert pro Jahr (mSv/a) errechnet. Gemessen an der natürlichen Strahlenexposition von durchschnittlich 2,1 mSv/a und dem gesetzlichen Grenzwert von 1 mSv/a sind diese Werte als gering bzw. sehr gering einzustufen. Für die mit dem Transport befassten Arbeitskräfte wurden Werte von maximal 0,1 bis 0,6 mSv/a ermittelt.

Um das Risiko von Unfällen abzuschätzen, hat die GRS eine probabilistische Transportunfallrisikoanalyse durchgeführt. Ein Transportunfall, bei dem Radioaktivität in die Umwelt gelangt, wird nach den Berechnungen im statistischen Mittel einmal in 260 Jahren erwartet. In 99 von 100 Fällen liegt dabei die berechnete effektive Dosis unter 0,3 mSv. Eine Strahlenexposition von maximal 8 mSv wird statistisch einmal in 10 Millionen Jahren erreicht. Bei der Berechnung dieser Werte wurde angenommen, dass eine betroffene Person über einen Zeitraum von 50 Jahren in einem Abstand von 150 Metern der durch den Unfall freigesetzten radioaktiven Stoffen ausgesetzt ist, ohne dass Gegenmaßnahmen, wie Dekontamination oder Verzehrverbote, ergriffen werden.

Nähere Informationen sowie die Studie sind unter www.grs.de erhältlich.

Pressekontakt:

Sven Dokter
Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit
Schwertnergasse 1
50667 Köln
Telefon: 0221-2068 654
E-Mail: sven.dokter@grs.de
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