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Der Tagesspiegel: Tagesspiegel exklusiv: Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff lässt seine Zukunft offen: "Verlange von keinem, dass er mit mir weitermacht."
"Ich habe schon in meiner Jugend polarisiert"

Berlin (ots) - Einen Monat vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft stellt Oliver Bierhoff seine Weiterbeschäftigung als Manager der Nationalmannschaft zur Debatte. "Ich verlange von keinem, dass er mit mir weitermacht. Diese Verpflichtung gibt es nicht", sagte Bierhoff im Interview mit dem "Tagesspiegel" (Dienstag-Ausgabe).

Angesichts der geplatzten Vertragsverlängerung für das Team von Bundestrainer Joachim Löw warnte Bierhoff vor Auswirkungen auf die WM-Vorbereitung. Zwar meinte Bierhoff: "Ich mache mir um Jogi Löw keine Gedanken, wenn er kein Bundestrainer mehr ist. Da wird es schon noch was geben." Was allerdings das Team der Betreuer anginge, wäre eine größere Planungssicherheit wichtig. "Es wäre für den einen oder anderen besser, wenn er wüsste, wie es nach der WM weitergeht. Viele Verträge liegen jetzt einfach mal da."

Die heftige Kritik an seiner Person erklärte sich Bierhoff im Gespräch mit dem Tagesspiegel so: "Ich stelle bei mir immer wieder fest, dass man häufig von der sachlichen Ebene weggeht und auf die emotionale Schiene driftet. Weil ich auf der sachlichen Ebene eben eine klare und manchmal auch unpopuläre Position vertrete." Als er 2004 seinen Job angefangen habe, hätte er noch als Diplomat gegolten. "Früher hieß es erst, du bist zu glatt, du hast keine Kanten, nun heißt es, der rempelt zu viel." Bierhoff stellte fest: "Ich habe schon in der Jugend polarisiert." Und auch als Fußballer habe er außergewöhnliche Wege gewählt: "Ich war eben nie bereit zu sagen: Fußball ist alles. Es ist nicht alles."

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