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Der Tagesspiegel: Bundesbankpräsident Weber erwartet Erfolg in Pittsburgh

    Berlin (ots) - Bundesbankpräsident Axel Weber hat sich überzeugt gezeugt, dass der Weltfinanzgipfel in Pittsburgh ein Erfolg wird. "Dort liegt ein Paket von Maßnahmen beschlussreif auf dem Tisch, das die Finanzstabilität nachhaltig verbessern wird. Die internationale Gemeinschaft hat erkannt, was auf dem Spiel steht", sagte Weber dem Tagesspiegel (Donnerstagausgabe).

    Für Banken werde es erheblich strengere Eigenkapital- und Liquiditätsregeln geben, damit sie nicht mehr zum Systemrisiko werden könnten. "Durch die strengeren regulatorischen Vorgaben wird das Bankgeschäft künftig weniger rentabel. Auch Größenvorteile werden abnehmen, schiere Größe bei Banken wird sich nicht mehr auszahlen", sagte Weber. Hinzu komme, dass bei der Regulierung von Ratingagenturen, Hedgefonds und anderen Finanzinstitutionen Fortschritte erzielt worden seien.

    Weber unterstrich, dass in Zeiten staatlicher Unterstützung kein Platz für hohe Dividenden und Boni sei. "Künftig wird es schärfere Vergütungsregeln, geben, etwa was das Verhältnis von festen zu variablen Gehältern angeht. Garantierte Boni sind inakzeptabel." Boni sollten sich am mittelfristigen Erfolg orientieren und müssten künftig auch sinken können, wenn Verluste eintreten.

    Weber lobte die Reaktion der Staatengemeinschaft auf die Finanzkrise. "Die internationale Zusammenarbeit von Regierungen, Regulatoren und Aufsehern ist so gut wie nie zuvor. Alle haben sich auf schärfere Regeln verständigt, die zügig eingeführt werden sollen, ohne dabei die Konjunkturerholung zu gefährden."

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