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Der Tagesspiegel: Chef der Osteuropabank lehnt EU-Rettungspaket ab - Konjunktur in Russland schlechter als erwartet

Berlin (ots) - Der Präsident der Osteuropabank, Thomas Mirow, hat sich gegen ein eigenes Rettungspaket für die europäische Finanzbranche ausgesprochen. "Die schnellen Entwicklungen der letzten Tage, etwa in den Fällen Dexia und Fortis haben gezeigt, dass die Europäer handlungsfähig sind, wenn es darauf ankommt. Für Europa wäre ein solcher Fonds gegenwärtig nicht vernünftig", sagte der frühere Finanzstaatssekretär dem Tagesspiegel (Sonnabendausgabe). Auch Mittel- und Osteuropa könnten sich der Krise nicht entziehen. Sein Institut, das offiziell Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung heißt, werde im November den Ausblick für die Region nach unten korrigieren, sagte Mirow. "Wir werden unsere Konjunkturprognosen zurücknehmen müssen. Das gilt in einem beschränkten Maß auch für Russland. Immerhin sehen wir außer in Estland und Lettland keine Rezession in der Region." Die staatliche Osteuropabank werde trotz der negativen Entwicklung bei der Finanzierung von Unternehmen nicht die Aufgaben des privaten Sektors übernehmen. "Wir können bei syndizierten Krediten, bei denen wir bisher einer von mehreren Geldgebern waren, nicht plötzlich die ganze Kreditsumme stellen. Wir müssen auch auf unsere eigene Bilanz achten." Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon 030/26009-260 Pressekontakt: Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-308 Fax: 030-260 09-622 cvd@tagesspiegel.de   Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

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