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Der Tagesspiegel: Spediteur Atock widerspricht Vesper: Kosten für Pferde-Transport übernimmt chinesisches Organisationskomitee

    Berlin (ots) - Nach dem Dopingfall im deutschen Springteam gibt es Verwirrung um die Frage, wer den Transport der Pferde nach China bezahlt. Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hatte angedroht, dass der Reiter des positiv getesteten Pferdes Cöster, Christian Ahlmann, im Falle einer ebenfalls positiven B-Probe die so genannten "Entsendungskosten" selbst tragen müsse. Martin Atock jedoch, Chef der Pferde-Spedition Peden Bloodstock, die sämtliche Pferde-Transporte bei den Olympischen Spielen organisiert, sagte zu "Tagesspiegel Online" am Freitag: "Die Luftfahrtkosten trägt komplett das chinesische Organisationskomitee Bocog." Bereits bei den Olympischen Spielen in Sydney hätten die australischen Organisatoren die Transportkosten aller Olympia-Pferde übernommen.

    Gerd Graus, Sprecher von DOSB-Generaldirektor Vesper, bestreitet das jedoch. Er sagte zu "Tagesspiegel Online": "Es ist wie bei der Fußball-WM: Da haben die Organisatoren und die Fifa auch zu einem gewissen Teil die Kosten übernommen." Welche Kosten bei Christian Ahlmann genau angefallen sind und ob und wie viel davon er möglicherweise zurückzahlen muss, wird nun geprüft. "Allerdings sprechen wir noch von einem hypothetischen Fall: Wir müssen jetzt erst einmal die Ergebnisse der B-Probe abwarten", sagte Graus.

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