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Der Tagesspiegel: OECD-Studie: Ulla Burchardt (SPD) stellt Schavans Initiativen infrage

Berlin (ots)

Deutsche Politiker reagieren besorgt auf die
OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", die am Dienstag in Berlin 
präsentiert wurde. "Die Studie ist alarmierend, weil diese deutlichen
Warnungen zum wiederholten Male kommen", sagte Ulla Burchardt (SPD), 
Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Forschung im Bundestag, 
am Dienstag dem Tagesspiegel (Mittwochsausgabe). Die von 
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) angekündigten 
Initiativen stellte Burchardt infrage: Wenn sie jetzt mit den Ländern
über Strategien reden wolle, sei sie offenbar in zwei Jahren Amtszeit
untätig geblieben. Der Hochschulpakt zum Ausbau der Studienplätze sei
unterfinanziert, die Länder nicht in der Pflicht, wirklich 
zusätzliche Studienplätze zu schaffen. Schavan rede von der 
Durchlässigkeit zwischen Berufsausbildung und Hochschulen, versäume 
es aber, bundeseinheitliche Zulassungsbedingungen an den Hochschulen 
durchzusetzen. Burchardt forderte eine "deutliche Erhöhung der 
öffentlichen Ausgaben" - und die Abschaffung von Studiengebühren. Sie
schreckten potenzielle Studierende aus finanziell schwächeren 
Familien ab.
Katherina Reiche, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im 
Bundestag, sieht Deutschland "in der größten Bildungsreform aller 
Zeiten". Schnelle Erfolge dürfe man nur sechs Jahre nach dem 
Pisa-Schock von 2001 nicht erwarten. Sie appellierte aber an die 
Länder, "allen Kindern, egal ob sie aus Berlin, Bayern oder Thüringen
kommen, trotz des Föderalismus beste Bildungschancen zu geben". Sie 
warnte davor, "Debatten von gestern zu führen", etwa über die 
Gesamtschule. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hatte vor dem 
Hintergrund der OECD-Studie die "frühe Aufteilung der Kinder auf die 
unterschiedlichen Schulformen" kritisiert. Vielmehr müssten 
notwendige Reformen schneller umgesetzt werden, sagte Reiche dem 
Tagesspiegel: So sollte dem naturwissenschaftlichen Unterricht 
mindestens ein Drittel der Unterrichtszeit eingeräumt werden, die 
Fächer müssten durchgehend unterrichtet werden.

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de

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