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Der Tagesspiegel: Eon-Chef Bernotat bekommt 868 000 Euro Pension im Jahr - Manager-Pensionen zunehmend in der Kritik

    Berlin (ots) - Die Pensionszahlungen an Top-Manager stoßen zunehmend auf Kritik. "Wenn einer Millionen verdient, kann er selbst für das Alter vorsorgen", sagte der Unternehmensberater und frühere Kienbaum-Geschäftsführer Heinz Evers dem "Tagesspiegel am Sonntag". DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel in derselben Zeitung: "Viele Menschen verdienen einen Bruchteil dessen und müssen auch etwas fürs Alter zurücklegen; das kann ja wohl von Großverdienern erst recht erwartet werden."

    Eine Auswertung der Hans Böckler Stiftung für den "Tagesspiegel am Sonntag" ergibt, dass Eon-Chef Wulf Bernotat derzeit mit einem jährlichen Pensionsanspruch von 868.000 das meiste Ruhegehalt von den Vorstandsvorsitzenden der 30 Dax-Konzerne erhält. An zweiter Stelle liegt Tui-Chef Michael Frenzel, der sich auf 720.000 Euro Rente im Jahr freuen kann. Es folgen Ekkehard Schulz (Thyssen-Krupp) mit 569.000 Euro, Ulrich Lehner (Henkel) mit 531.000 und Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller (456.000). Allerdings weisen nur zehn der 30-Dax-Konzerne die individuellen Ansprüche der Vorstandsvorsitzenden aus. Siemens zum Beispiel gibt nur die Pensionsrückstellungen für den gesamten Vorstand mit 54,8 Millionen Euro an.

    Der DGB hat nun eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Empfehlungen für Aufsichtsräte über den Umgang mit Vorstandsbezügen entwickeln soll. Die öffentliche Diskussion über die Vorstandsgehälter und die zunehmende Veröffentlichungspflicht "hat bewirkt, dass das Thema heute anders behandelt wird als noch vor einigen Jahren", sagte Hexel dem "Tagesspiegel am Sonntag". Er möchte nun eine "Änderung einleiten" und "ab einer gewissen Größenordnung" des Grundgehalts keine Pensionszahlungen mehr vereinbaren.

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