Deutscher Zukunftspreis

Deutscher Zukunftspreis 2016
Entscheidung am 30. November: Dieses Team macht Motoren effizient leichtgängiger

Am 30. November verleiht Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation. Drei Teams sind für die hochrangige Auszeichnung nominiert. Wir stellen kurz die Nominierungen im Video vor - Dr. Patrick Izquierdo erläutert die Innovation seines Teams. Die beiden Daimler ...
Länge: 04:32 Minuten

Berlin (ots) - Am 30. November verleiht Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation. Drei Teams sind für die hochrangige Auszeichnung nominiert. Wir stellen kurz die Nominierungen im Video vor - Dr. Patrick Izquierdo erläutert die Innovation seines Teams.

Die beiden Daimler Forscher Izquierdo und Michel entwickelten ein einzigartiges Verfahren zum Beschichten der Zylinderlauffläche von Kurbelgehäusen aus Aluminium. In Kooperation mit Bernd Zapf von der Gebrüder Heller Maschinenfabrik GmbH haben sie die Technologie für den Einsatz in der Serienproduktion weiterentwickelt. Der Energieverlust durch Reibung in diesem Teil des Motors wird dadurch um etwa die Hälfte reduziert. Kraftstoffbedarf und Kohlendioxid-Emissionen des Autos sinken um bis zu drei Prozent.

Reibungsverluste sind für rund 25 Prozent des Verbrauchs an Benzin oder Dieselkraftstoff verantwortlich. Dazu trägt die Zylinderlaufbahn einen großen Teil bei. Sie befindet sich im Kurbelgehäuse, das bei den meisten Neufahrzeugen aus Aluminium besteht. Aus materialtechnischen Gründen musste das Gehäuse bisher mit einer Buchse aus Grauguss oder einer Aluminium-Silizium-Legierung versehen werden, auf der die Kolben laufen. Diese Komponente macht das Nanoslide-Verfahren überflüssig.

Bei dem Verfahren wird eine rund ein Zehntelmillimeter dünne Gleitschicht auf die Innenwand des Aluminiumzylinders aufgebracht. Dazu erzeugen zwei Drähte einen elektrischen Lichtbogen, in dem sich flüssige Metalltröpfchen bilden. Ein Stickstoffstrom zerstäubt die Tröpfchen und lenkt sie auf die Zylinderwand, wo sie erstarren und einen dünnen Belag mit nanometerkleinen Poren bilden. Die Schicht bildet eine Oberfläche mit geringem Reibungswiderstand, die zudem kaum verschleißt. Die Forscher konnten das Verfahren so optimieren, dass es sehr wenig Energie und kein Wasser verbraucht.

Autos mit Verbrennungsmotor, die noch lange gegenüber Elektrofahrzeugen dominieren werden,lassen sich so noch sparsamer und umweltschonender machen. Ein weiterer Vorteil: Da keine dicke und schwere Graugussbuchse benötigt wird, kann der Motor kompakter und leichter gebaut werden - eine ideale Voraussetzung, um ihn in einem Hybridfahrzeug mit einem Elektromotor zu kombinieren.

Die Entscheidung über die Preisträger trifft die Jury, besetzt mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft, erst am 30. November. Bundespräsident Joachim Gauck zeichnet das Siegerteam am Abend mit dem mit 250.000 Euro dotierten Preis aus.

Die Verleihung ist per Livestream am 30. November 2016, ab 18.00 Uhr, die Ausstrahlung der festlichen Veranstaltung im ZDF ab 22.30 Uhr zu verfolgen.

Weitere Informationen zu den Nominierten, Bild- und Podcast- und Videomaterial zum Download unter www.deutscher-zukunftspreis.de

Pressekontakt:

Büro Deutscher Zukunftspreis
Dr. Christiane A. Pudenz
Cuvilliésstraße 14
81679 München
Tel. 089-30 70 34 44
info@deutscher-zukunftspreis.de
www.deutscher-zukunftspreis.de
www.facebook.com/deutscher.zukunftspreis
Original-Content von: Deutscher Zukunftspreis, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Deutscher Zukunftspreis

Das könnte Sie auch interessieren: