Cornelsen Schulverlage

Cornelsen Gruppe gedenkt ihres Gründers Franz Cornelsen
Pionier der Bildungsmedienbranche wäre am 22.7.2008 100 Jahre alt geworden

Berlin (ots) - Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs entschließt sich der Elektroingenieur Franz Cornelsen 1946 einen Verlag zu gründen. Er möchte einen eigenen Beitrag zur Völkerverständigung sowie zum Aufbau eines neuen, freiheitlich demokratischen Bildungswesens leisten. 1948 erscheint das erste deutsche Englisch-Lehrwerk für Volksschulen Peter Pim und Billy Ball. Bereits die Erstverkäufe liegen bei 100.000 Exemplaren. Die frühzeitige Stärke im Bereich Englisch in der Volksschule verschafft Cornelsen später, als 1964 Englisch als Pflichtfach eingeführt wird, einen großen Vorsprung.

Eine Schlüsselstellung im Wirken von Franz Cornelsen nimmt sein Engagement auf dem Gebiet der Ökonomie des Bildungswesens ein, die unter anderem eine Verzahnung privater und staatlicher Leistungen vorsah. Der Begriff "Bildungsökonomie", in Deutschland bisher ein Fremdwort, bedeutete für Cornelsen in der Tradition von Adam Smith oder Friedrich List vor allem eine "Investition in den Menschen". Schon damals ließ er keine Gelegenheit aus, um auf die Bedeutung des Erziehungswesens für die Volkswirtschaft hinzuweisen. Einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau der Bildungsbranche leistete Franz Cornelsen mit der Gründung des Verbandes der Schulbuchverlage, als dessen Vorsitzender er immer wieder vor den volkswirtschaftlichen Folgen der Verminderung der Lehr- und Lernmitteletats warnt. Mit der Gründung der "Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen" 1978 geht Franz Cornelsen noch einen Schritt weiter und engagierte sich fortan auch als Stifter für die Verbesserung der bildungsökonomischen Standards.

Als Unternehmer beweist Franz Cornelsen früh Weitsicht. Seit den späten fünfziger Jahren pflegte er umfassende Kontakte in den Vereinigten Staaten. Sowohl der amerikanische Schulbuchmarkt als auch das dortige Bildungs- und Unterrichtswesen erschienen ihm schon seit 1953 vorbildhaft und zukunftsweisend, so dass er sein Verlagskonzept modifizierte. Er war überzeugt von der Notwendigkeit der Entwicklung von Unterrichtstechnologien - ein Ansatz, den der Cornelsen Verlag bis heute verfolgt.

Mit der 1968 gegründeten "Franz Cornelsen Stiftung" als Hauptgesellschafter der Verlagsgruppe "enteignete" sich Franz Cornelsen selbst und legte so den Grundstein für zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens, dessen Kontinuität über seinen Tod hinaus bewahrt werden sollte. Das Kapital der Stiftung versetzt das Unternehmen in die komfortable Situation, nicht nur kostenintensive Entwicklungsarbeiten selbst zu finanzieren sondern ermöglicht bis heute den schrittweisen Ausbau der Cornelsen Gruppe. Heute zählt die Cornelsen Gruppe zu den führenden Anbietern auf dem Bildungsmarkt. Über 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln, gestalten und vertreiben Angebote rund um die Themen Bildung und Wissen. Mit einem Umsatz von rund 362 Millionen Euro ist Cornelsen eine der größten Verlagsgruppen und Bildungsdienstleister in Deutschland.

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