Roche Pharmaceuticals

Forscher richten ihren Blick auf Herceptin, um Überlebenschancen und Lebensqualität von Patienten mit Brustkrebs im Frühstadium zu steigern

San Antonio, Texas, USA (ots-PRNewswire) - Experten wollen zielgerichtete Behandlung in früheren Krankheitsstadien testen. Pläne für eine neue Versuchsreihe, um das neuartige Medikament Herceptin zur Behandlung von Brustkrebs während eines früheren Stadiums der Krankheit zu testen, wurden heute bekannt gegeben. Forscher werden Anfang nächsten Jahres beginnen, den Einsatz von Herceptin als Adjuvans zu erforschen. Herceptin - Roches Durchbruch zur Behandlung von Brustkrebs - , das auf die Funktion des HER2-Gens (Humanepidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor Nr. 2) abzielt, wird eine Verbesserung der Lebensqualität zugeschrieben und kann erwiesenermaßen die Überlebenschancen bei Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium um bis zu 45 Prozent steigern. Diese groß angelegte, internationale klinische Versuchsreihe, nach der griechischen Göttin und Beschützerin der Frauen HERA (HERceptinAdjuvans) benannt, wird von Roche finanziert und in Zusammenarbeit mit der Breast International Group (BIG) [Internationale Brustkrebsvereinigung] durchgeführt. Das Ziel der Versuchsreihe ist es, die Steigerung der Überlebenschancen und Verlangsamung des Krankheitsverlaufs zu bestimmen, wenn Herceptin in Kombination mit üblichen chemotherapeutischen Mitteln, die nach chirurgischen Eingriffen verabreicht werden, eingesetzt wird (adjuvante Behandlung genannt). Die Versuchsreihenleiter werden Anfang 2001 mit der Patientenauswahl beginnen und Tausende von Brustkrebspatienten im Frühstadium vor dem Behandlungsbeginn auf ihren HER2-Status hin testen. Anlässlich des 23. Symposiums zur Brustkrebstherapie(SABCS), das jährlich in San Antonio stattfindet, sagte Martine Piccart, Leiterin der Abteilung für Chemotherapie am Jules-Bordet-Institut in Brüssel und Vorsitzende der BIG: "Es besteht ein deutliches Interesse an Herceptin auf Grund seiner zielgerichteten Natur, bekannten Wirksamkeit und guten Verträglichkeit im Vergleich zu konventionellen Behandlungsmethoden. Die nächste Herausforderung besteht darin, Herceptin als Adjuvans zu erforschen, um festzustellen, ob die mit Herceptin in Zusammenhang gebrachten Behandlungserfolge bei einer Anwendung in einem früheren Stadium der Krankheit noch maximiert werden können." Das HER2-Gen hat sich bereits als wichtiger Indikator der Behandlungsprognose einer Brustkrebspatientin etabliert. Die Ergebnisse der HERA-Versuchsreihe sollen dabei helfen, zu bestimmen, ob Herceptin den Behandlungserfolg einschneidend verbessern kann, wenn es in einem früheren Krankheitsstadium eingesetzt wird. Onkologen greifen zunehmend auf Tumorprofilierungstechniken zurück, um den HER2-Status eines Patienten zu beurteilen, bevor sie sich für eine Behandlungsmethode entscheiden. Während des Satellitensymposiums "Targeted Therapies for the Treatment of Breast Cancer" [Zielgerichtete Therapien bei Brustkrebs] werden Experten von Weltrang die Untersuchungsergebnisse überprüfen, welche die HER2-Diagnose und zielgerichtete Behandlung mit Herceptin unterstützen. Dr. Josi Baselga, der maßgeblich zur klinischen Herceptin-Forschung beiträgt und Leiter der onkologischen Abteilung der Klinik Vall d'Hebron in Barcelona ist, erklärte: "Der HER2-Status kann ein guter Indikator für die Prognose des Krankheitsstadiums eines Patienten sein. Patienten, die als HER2-positiv diagnostiziert werden, weisen einen sehr viel aggressiveren Krankheitsverlauf auf. Eine neuartige Therapie wie Herceptin, die auf das HER2-Gen abzielt, um das schnelle Wachstum der Krebszellen zu verhindern, ist eine großartige neue Behandlungsmöglichkeit für Patienten, die HER2-positiv sind." Ausschlaggebende klinische Studien haben bis heute die Behandlungserfolge, die mit Herceptin sowohl als alleinigem als auch neben anderen Behandlungsmethoden eingesetztem Medikament assoziiert werden, äußerst überzeugend bestätigt. Für HER2-positive Patienten kann maximaler Nutzen dadurch erzielt werden, dass Herceptin zusätzlich zur üblichen Chemotherapie eingesetzt wird. Bei Patienten mit metastasiertem Brustkrebs zeigte sich, dass die chemotherapeutische Behandlung durch die Kombination mit Herceptin die Überlebenschancen um bis zu 45 Prozent bei stark HER2-positiven Patienten* steigern konnte. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Diagnose des HER2-Status und anschließende Behandlung mit Herceptin eine wichtige Rolle spielen können. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt vieler derzeit durchgeführten Studien darin, den Nutzen und die Sicherheit von Herceptin bei einer kombinierten Verabreichung mit einer Reihe von Heilmitteln zu bewerten, so dass wir die Behandlungserfolge für mehr Patienten maximieren können. Prof. Brian Leyland-Jones, ein führender Onkologe und Herceptin-Forscher der McGill University in Kanada, erklärte: "Die dringlichste Herausforderung liegt darin, neue Behandlungsprotokolle zu erproben, welche Herceptin bei der Behandlung von metastasiertem Brustkrebs mit einschließen, und zu sehen, ob diese neuen Ansätze auch bei Brustkrebs im Frühstadium effektiv und sicher sind." Die vorläufigen Daten einer kürzlich durchgeführten Studie, bei der HER2-positiven Patienten alle drei Wochen Herceptin in erhöhten Dosen plus Paclitaxel verabreicht wurde, zeigen, dass dieser Ansatz im Vergleich zu derzeit genehmigten Behandlungsprotokollen, bei denen Herceptin üblicherweise einmal wöchentlich verabreicht wird, vorteilhaft erscheint. Diese seltenere Verabreichung erleichtert den Patienten die Behandlung, vor allem bei der adjuvanten Behandlung. Die HERA-Versuchsreihe umfasst in der Tat diese besondere Verabreichungsmethode. Dr. Bart Vanhauwere, der International Medical Manager für Herceptin, äußerte: "Wichtig bei den verschiedenen klinischen Herceptin-Studien ist, dass Onkologen und Forscher den Blick zunehmend auf eine zielgerichtete Behandlung wie Herceptin richten, um die Behandlungserfolge bei Brustkrebs jetzt und in Zukunft zu verbessern." Hinweise für die Redaktion: 1. Herceptin ist die erste krebsgengerichtete Behandlung, die erwiesenermaßen die Überlebenschancen steigert und sowohl allein als auch in Kombination mit einer Chemotherapie bessere Behandlungserfolge aufweist. Auf Grund der Erfolge, die man bei der Behandlung von HER2-positiven Tumoren mit Herceptin verzeichnen konnte, wird nun die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit dieser Behandlungsmethode in verschiedenen Umgebungen getestet. 2. Auf Grund der belegten klinischen Behandlungserfolge, die Herceptin HER2-positiven Patienten bietet, wird Herceptin heute innerhalb der EU für die Behandlung von Frauen mit einem hohen HER2-Spiegel empfohlen. Es soll nur zur Behandlung derjenigen Patienten eingesetzt werden, deren Tumoren spezifisch als HER2-positiv diagnostiziert wurden. Klinische Versuchsreihen haben gezeigt, dass eine sorgfältige Auswahl der HER2-positiven Patienten zu einer erhöhten Wirksamkeit der Herceptin-Behandlung und damit zu einer deutlichen Steigerung der Überlebenschancen führt. Herceptin ist heute bereits in über 40 Ländern auf der ganzen Welt zur Behandlung von metastasiertem Brustkrebs zugelassen. 3. Herceptin wurde von Genentech, einem führenden US-amerikanischen Biotechnologie-Unternehmen, an dem Roche zu 58 Prozent beteiligt ist, entdeckt und entwickelt. Genentech erteilte Roche im Juli 1998 die exklusiven Vermarktungsrechte für Herceptin außerhalb der USA. 4. Das 23. "Annual San Antonio Breast Cancer Symposium" findet vom 6.-9. Dezember statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website unter http://www.sabcs.org. 5. Für weitere Informationen über das Satellitensymposium "Targeted Therapies for the Treatment of Breast Cancer" (Samstag, 9. Dezember, 13.00-16.30 Uhr) wenden Sie sich bitte an Lana Manning unter der Telefonnummer +972 929 1900 oder per E-Mail unter der Adresse http://www.theCBCE.com 6. Mit Sitz in Basel gehört Roche in den Bereichen Pharmazeutika, Diagnostik und Vitamine zu den weltweit führenden forschungsorientierten Konzernen für Gesundheitsfürsorge. Die innovativen Produkte und Dienstleistungen von Roche dienen der Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Krankheiten und steigern so das Wohlbefinden und die Lebensqualität aller. * Notiert auf dem Satellitensymposium "Targeted Therapies for the Treatment of Breast Cancer" (Samstag, 9. Dezember, 13.00-16.30 Uhr), das in Verbindung mit dem 23. "Annual San Antonio Breast Cancer Symposium" abgehalten wird. ots Originaltext: Roche Pharmaceuticals Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Jennie Wang-Gehring (für Roche), Tel.: +41 61 688 2909 oder Handy: +41 79 698 8310; Jeff Smith oder Galia Wilson (für CPR) Tel.: +44 20 7282 1200 Original-Content von: Roche Pharmaceuticals, übermittelt durch news aktuell

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