Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

G7: Gesundheit und Familienplanung ganz oben auf der Entwicklungsagenda
Stiftung Weltbevölkerung: "Dokument darf nicht zum Papiertiger werden"

Hannover (ots) - Positive Signale aus Brüssel: Im Abschlussdokument der G7-Konferenz räumen Merkel, Obama, Hollande und Co. den Entwicklungszielen höchste Priorität ein. Um die extreme Armut zu bekämpfen und zu einer nachhaltigen Entwicklung zu gelangen, müsse das unvollendete Werk der auslaufenden Millenniums-Entwicklungsziele mit neuen, wirkungsvollen Zielen ausgestattet werden. Im Mittelpunkt sollen dabei Familienplanung, Aufklärung und Verhütung sowie die Gesundheit und Rechte von Frauen und Kindern stehen. Deutschland wird den nächsten G7/G8-Gipfel ausrichten und kann bei der Umsetzung eine tragende Rolle spielen.

"Investitionen in freiwillige Familienplanung und die Gesundheit von Müttern und Kindern lohnen sich!", sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Seit 1990 konnten wir die Müttersterblichkeit weltweit halbieren. Deswegen freut es mich umso mehr, dass die G7-Staaten ihre Bemühungen verstärken wollen, statt sich auf den Erfolgen auszuruhen. Denn noch immer sterben an jedem einzelnen Tag 800 Frauen, nur weil sie ein Kind zur Welt bringen. 99 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in Entwicklungsländern und hier vor allem in Afrika südlich der Sahara."

Im Abschlussdokument bekennen sich die G7-Staaten auch zur kanadischen Muskoka-Initiative - ein finanzielles Mittel, um die Kindersterblichkeit zu senken und die Müttergesundheit zu verbessern. "Das gibt uns und Millionen von Frauen Hoffnung, dass diese Initiative nun auch weiter geführt wird", so Bähr. "2015 läuft die Muskoka-Initiative formell aus. Doch es muss eine Fortsetzung geben, denn von allen Entwicklungszielen verzeichnen wir bei der Müttergesundheit und der Kindersterblichkeit die geringsten Fortschritte.

In ihrem Abschlussdokument rufen die G7-Staaten deutlich dazu auf, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria und die GAVI Impfallianz finanziell stärker zu unterstützen. Besonders GAVIs Vorhaben bis 2020 300 Millionen Kindern zusätzlich mit Impfungen zu schützen findet bei den G7-Staaten großen Rückhalt. "Ein so großartiges Ziel lässt sich nicht mit dem Zauberstab herbeihexen", sagt Renate Bähr. "Die G7-Staaten fordern, dass sich möglichst viele Geber finanziell an dieser wichtigen Investition beteiligen."

2015 wird für Deutschland ein bedeutendes Jahr: Die Bundesrepublik richtet nicht nur die GAVI-Auffüllungskonferenz aus, sondern ist auch Gastgeber des G7/G8-Gipfels im kommenden Sommer auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen. "Deutschland kann nun dafür sorgen, dass aus den guten Ansätzen der G7-Konferenz Taten folgen und das Abschlussdokument nicht zum Papiertiger verkommt", so Bähr.

Über die Stiftung Weltbevölkerung

Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Sie hilft jungen Menschen in Afrika und Asien, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die Stiftung Gesundheitsinitiativen sowie Aufklärungs- und Familienplanungsprojekte in Ostafrika und Asien.

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