Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Verhandlungsführer der Bau-Arbeitgeber, Prof. Thomas Bauer, zum Ergebnis der Urabstimmung:

    Berlin (ots) -
    - "Kehren Sie an den Verhandlungstisch zurück"!
    - Streik ist Spiel mit dem Feuer!
    
    "Kehren Sie an den Verhandlungstisch zurück. Die katastrophale
Lage am Bau erlaubt keinen Streik!" Mit diesem dringenden Appell
reagierte heute in Berlin der Verhandlungsführer der Bau-Arbeitgeber,
Prof. Thomas Bauer, auf das Ergebnis der Urabstimmung über den ersten
bundesweiten Streik in der Bauwirtschaft. Bauer unterstrich damit
seine Verhandlungsbereitschaft und verwies darauf, dass die
Bau-Arbeitgeber mit dem vorliegenden Angebot bereits bis an die
Schmerzgrenze des wirtschaftlich Verträglichen gegangen seien.
"Angesichts der unverändert schlechten Lage in der Bauwirtschaft ist
ein Streik unverantwortlich", sagte Bauer, der auch Vizepräsident des
Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ist.
    
    In den ersten drei Monaten des Jahres 2002 seien die Umsätze um
10,6 Prozent und die Zahl  der Beschäftigten um 90.000 gegenüber dem
Vorjahr zurückgegangen. "Wir hatten alle gehofft, das Konjunkturtal
durchschritten zu haben, aber jetzt werden wir eines Besseren
belehrt. Auch für die kommenden Monate ist keine Trendwende in
Sicht", ergänzte Bauer. "Auch die Gewerkschaft kennt diese Situation.
Deshalb ist die unnachgiebige Haltung völlig unverständlich, ja
fahrlässig. Die Gewerkschaft spielt mit dem Feuer".
    
    Als besonders schädlich bezeichnete Bauer die von der Gewerkschaft
angekündigte Strategie, gezielt Baustellen mit hohem Termindruck
bestreiken zu wollen. Für die Bauunternehmen sei es fatal, wenn
Bauprojekte nicht rechtzeitig fertiggestellt werden könnten. Hier
drohten hohe Konventionalstrafen bzw. in einige Fällen auch
Schadenersatzansprüche, die einzelne Bauunternehmen in die Insolvenz
treiben könnten. "Die Gewerkschaft riskiert damit ohne Not den
Verlust weiterer Arbeitsplätze!" kommentierte Bauer dieses Vorgehen.
    
    Die Bauarbeitgeber haben unter anderem ein Lohnangebot von 3 % ab
1. September 2002 und 2,1  % ab 1. April 2003, eine Erhöhung des
Mindestlohns sowie weitere tarifliche Verbesserungen vorgelegt.
    
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