Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Bauindustrie: Bund darf Krise am Bau nicht noch verschärfen!

    Berlin (ots) -
    - 12,5 % weniger Ausgaben für Sachinvestitionen im 1. Quartal 2001
    - 600 Mio. DM Haushaltsreste aus dem Bundeshaushalt 2000
    
    "Der Bund sollte die Krise in der Bauwirtschaft nicht noch durch
falsche Sparsamkeit verschärfen". Diesen Appell richtete heute in
Berlin der Hauptgeschäftführer des Hauptverbandes der Deutschen
Bauindustrie, RA Michael Knipper, anlässlich der Chef-Gespräche über
den Bau- und Verkehrshaushalt 2002 an die Bundesregierung. Für den
Hauptverband sei es schlicht unverständlich, dass der Bund im 1.
Quartal 2001 trotz höherer Haushaltsansätze 250 Mio. DM oder 12,5 %
weniger für Sachinvestitionen - also vornehmlich für Baumaßnahmen -
ausgegeben habe als im Frühjahr 2000. Damit habe auch der Bund im 1.
Quartal 2001 zum Rückgang der Umsätze und der Auftragseingänge im
deutschen Bauhauptgewerbe von 8 % bzw. 6 % beigetragen.
    
    Knipper warnte vor einer "Politik der kalten
Haushaltskonsolidierung über Haushaltsreste". Bereits im
Bundeshaushalt 2000 seien die tatsächlichen Bauausgaben um 5,1 % oder
knapp 600 Mio. DM hinter dem Haushaltssoll zurückgeblieben. Das dürfe
sich im Krisenjahr 2001 auf keinen Fall wiederholen. Hier sei auch
der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages in der Pflicht; er
müsse heute mehr denn je darauf achten, dass die beschlossenen
Investitionsmaßnahmen von der Verwaltung umgesetzt würden. Knipper:
"Die Bauwirtschaft steht mit dem Rücken zur Wand. Statt die
tatsächlichen Bauausgaben noch unter die Haushaltsansätze zu senken,
sollte der Bund investitionspolitische Akzente setzen. Baubedarf gibt
es auch auf der Ebene des Bundes genug."
    
    
ots Originaltext: Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Ansprechpartner:
Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Geschäftsführer und Leiter der Hauptabteilung
Volkswirtschaft, Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140,
Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de


Auch im Internet abrufbar:  www.bauindustrie.de



Das könnte Sie auch interessieren: