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Studie: Deutsche Angestellte streben nach internationaler Expertise

Troy/Hamburg (ots) - Die Mehrheit glaubt, dass die Zusammenarbeit mit verschiedenen Nationalitäten die Karriere fördert

Die Erfahrungen, die sich bei der Arbeit in einem internationalen Team sammeln lassen, sind für deutsche Angestellte ein entscheidender Karrierefaktor. Gleichzeitig glaubt über die Hälfte, dass ihr Arbeitgeber nicht genug unternimmt, um sie auf internationale Zusammenarbeit vorzubereiten. Das sind zwei Ergebnisse einer aktuellen Studie, für die der führende Personaldienstleister Kelly Services mehr als 90.000 Arbeitnehmer in 34 Ländern befragt hat, davon rund 2.500 in Deutschland.

Laut der Untersuchung haben fast zwei Drittel der Befragten in den letzten zwei Jahren eng mit Kollegen aus anderen Kulturkreisen oder mit unterschiedlichen Nationalitäten zusammen gearbeitet. Mit 86 Prozent ist die überwiegende Mehrheit davon überzeugt, dass sie über die nötigen Fähigkeiten für internationales Arbeiten verfügt. Das diesbezügliche Engagement der Unternehmen lässt allerdings oft zu Wünschen übrig: 53 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sie entsprechende Weiterbildungsangebote wie Sprachkurse seitens ihres Arbeitgebers vermissen.

Der Vergleich der verschiedenen Mitarbeitergenerationen zeigt außerdem, dass ein international orientiertes Arbeitsumfeld für Angestellte jeden Alters essentiell ist: So geben jeweils 88 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sowie der Befragten zwischen 30 und 47 Jahren an, dass die Möglichkeit, Teil eines internationalen Teams zu sein, eine wichtige oder sehr wichtige Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers spielt. Bei den 48- bis 65-Jährigen trifft dies auf 85 Prozent zu.

"Angesichts der zunehmenden globalen Ausrichtung des Arbeitslebens erkennen Angestellte aller Ebenen die Karrierevorteile, die der Umgang mit Fremdsprachen oder anderen Kulturen mit sich bringt", sagt Ralf Heiden, Geschäftsführer von Kelly Services Deutschland. "Der Wunsch nach mehr global orientierten Aufgaben spiegelt das heutige Ausmaß der Globalisierung in vielen Wirtschaftszweigen wider."

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

   - Drei Viertel der Arbeitnehmer zwischen 18 und 29 Jahren glauben,
     dass eine internationale Ausrichtung ihre Karrierechancen 
     verbessert. 73 Prozent der 30- bis 47-Jährigen teilen diese 
     Ansicht; bei den Befragten bis 65 Jahre sind es 65 Prozent.
   - Bei den Angestellten zwischen 30 und 47 Jahren ist der Anteil 
     derjenigen, die kürzlich eng mit Kollegen aus anderen Ländern 
     oder Kulturkreisen zusammen gearbeitet haben, mit 68 Prozent am 
     höchsten - gefolgt von den Berufseinsteigern bis 29 Jahre (63 
     Prozent) und den älteren Arbeitnehmern bis 65 Jahre (57 
     Prozent).
   - Insgesamt geben 86 Prozent der Befragten an, dass sie über die 
     nötige Qualifikation verfügen, um international zu arbeiten.
   - Nur 33 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 30 und 47 Jahren 
     erhalten von ihrem Arbeitgeber interkulturelles Training oder 
     Sprachkurse, um ihre Fähigkeiten zur internationalen 
     Zusammenarbeit zu verbessern (Befragte bis 29 Jahre: 31 Prozent;
     Studienteilnehmer zwischen 48 und 65 Jahren: 23 Prozent). 

"Qualifizierte Arbeitskräfte, die zudem über internationale Erfahrung verfügen, sind immer stärker gefragt - unabhängig davon, wo auf der Welt sie sich befinden", weiß Ralf Heiden. "In Branchen wie Ingenieurs-, Finanz- oder Gesundheitswesen können Arbeitgeber aufgrund von weltweiten Standards auf einen riesigen Talentpool zugreifen. Diese Entwicklung wird den Arbeitsmarkt nachhaltig verändern."

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