Kelly Services

Deutsche Angestellte halten ihre Chefs für überbezahlt
Über die Hälfte glaubt, dass ihre Führungskraft zu viel verdient und zu wenig leistet

Troy/Hamburg (ots) - Angestellte in Deutschland üben heftige Kritik an ihren Chefs - das hat eine internationale Studie des Personaldienstleisters Kelly Services ergeben. Dieser zufolge ist fast ein Drittel der Beschäftigten davon überzeugt, dass ihre Vorgesetzten die tägliche Arbeit ihrer Mitarbeiter nicht verstehen, geschweige denn deren Job selbst ausführen könnten (38 Prozent). Zudem halten 53 Prozent der Angestellten die Gehälter ihrer Führungskräfte für zu hoch. Für die Studie hat Kelly Services rund 115.000 Beschäftigte in 33 Ländern befragt, davon über 2.000 in Deutschland.

Auch die Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten schätzen die meisten Befragten als unzureichend ein. So geben 44 Prozent an, von ihrem Chef nicht genügend motiviert zu werden. Auf die Frage, ob ihr Vorgesetzter schwerer arbeitet als sie selbst, antworteten nur 21 Prozent der Studienteilnehmer mit "ja". Dagegen sind 43 Prozent der Ansicht, dass sie ebenso viel leisten wie ihre Führungskraft, 16 Prozent glauben sogar mehr zu arbeiten. Im internationalen Vergleich gehören die deutschen Angestellten zu den unzufriedensten: Der Anteil der Befragten, die ihren Chef für überbezahlt halten, ist nur in der Türkei, Ungarn und der Schweiz noch höher als hierzulande. Die Überzeugung schwerer zu arbeiten als ihr Chef ist unter deutschen Beschäftigten nach den Kollegen in Finnland, Russland und Frankreich ebenfalls am stärksten verbreitet.

"Die Frage, ob die Höhe der Management-Gehälter gerechtfertigt ist, beschäftigt deutsche Angestellte mehr denn je - dazu trägt auch die durch die weltweite Finanzkrise ausgelöste Unsicherheit bei", sagt Jessica Schönfeld, Marketing Managerin bei Kelly Services Deutschland. "Die Ergebnisse zeigen, dass massive Zweifel an der Leistung der Führungskräfte bestehen. Unternehmen müssen hier für mehr Transparenz sorgen und das verlorene Vertrauen zurück gewinnen."

Laut der Studie haben insbesondere ältere Mitarbeiter Bedenken bezüglich der Höhe der Management-Gehälter. So halten 51 Prozent der 20- bis 24-Jährigen ihre Chefs für überbezahlt, bei den über 55-Jährigen sind es zwei Drittel. Zudem fühlen sich Berufseinsteiger und jüngere Angestellte besser motiviert (47 Prozent) als ihre älteren Kollegen (38 Prozent).

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