Sächsische Staatskanzlei

Wettbewerb um die besten Konzepte zwischen Sachsens Schulen / Schulporträts zeigen, was Sachsens Schulen leisten

Dresden (ots) - Ab Dezember lohnt es sich noch mehr einen Blick in den sächsischen Bildungsserver zu werfen. Unter www.sachsen-macht-schule.de/schulportraet lassen sich im Internet umfangreiche Schulporträts von sämtlichen Mittelschulen und Gymnasien im Freistaates finden. Das Sächsische Staatsministerium für Kultus startet damit ein neues Instrument zur Qualitätssicherung und -verbesserung an den Schulen. Bereits im Januar 2001 hatte das Kultusministerium Schülerleistungsergebnisse von Mittelschulen und Gymnasien nach einem Bericht an den Landtag anschließend im Internet vorgestellt. Schulen und Eltern waren zur Diskussion über weitere Kriterien, die Auskunft über die einzelne Schule geben könnten, eingeladen. Nach Aufbereitung der Vorschläge durch Erziehungswissenschaftler steht nun ein umfangreicher Kriterienkatalog als Grundgerüst für die Schulporträts zur Verfügung. Zunächst können sich die Schulen mit den Begrifflichkeiten und den Kriterien vertraut machen. Ab 1. Dezember werden rund 30 % der Daten zentral vom Statistischen Landesamt eingesetzt, die übrigen Angaben füllen die Schulen selbst aus. In den Schulporträts wird für jedermann beispielsweise sichtbar, wie gut die Unterrichtsversorgung an einer Schule ist und vor allem wie dieser Wert im regionalen und landesweiten Vergleich einzuschätzen ist. Wie setzt sich die Schülerschaft zusammen und wie sind die personellen Ressourcen? In welchem Zustand sind das Schulgebäude und die Sportstätten? Wo liegen die Schwerpunkte des Schulprogramms und welche Lehr- und Lernformen werden eingesetzt? Bietet "meine" Schule im Vergleich zu anderen eher mehr oder weniger Schulpartnerschaften oder Kooperationen mit Unternehmen in der Region an? Auch zeigt sich im Schulporträt, ob die Beteiligung an Wettbewerben oder an der Schuljugendarbeit (Schulklubs) eher großgeschrieben oder stiefmütterlich behandelt wird. Welche traditionellen Schulveranstaltungen gibt es und welche Schulpartnerschaften werden gepflegt? Wie ist die Schule mit Computern ausgestattet und wie werden diese in den Fächern eingesetzt? Auch die Schülerleistungen (wie bereits zu Jahresbeginn) finden sich natürlich nach wie vor sowie Rückmeldungen zur Schulqualität durch Schüler, Eltern, Lehrer und andere. Auf diese und andere Aspekte müssen die Schulen schrittweise bis zum Februar 2002 Antworten im Internet-Schulporträt formulieren - durchaus auch im Verständnis von Öffentlichkeitsarbeit. Die Schulporträts sind auch PR-Instrument jeder einzelnen Schule. Damit ist der Prozess natürlich nicht abgeschlossen. Die Schulporträts sollen fortlaufend aktualisiert werden und können um zusätzliche Kriterien erweitert werden. Mit diesen umfangreichen Schulporträts betritt Sachsen absolutes Neuland; Sachsen ist deutschlandweit Vorreiter. Sachsens Kultusminister Dr. Matthias Rößler: "Für die Eltern und Schüler wird mit den Schulporträts das gesamte Leistungsspektrum der Schule transparent und bietet damit eine gute Orientierungsmöglichkeit bei der Schulwahl oder bei einem Schulwechsel. Aber auch die Schulen selbst können sich mit anderen Schulen vergleichen und von deren Ideen und Anstrengungen profitieren. Nachahmen und Bessermachen sind ausdrücklich erwünscht! Wir wollen durch Transparenz mehr Wettbewerb und durch Wettbewerb mehr Leistung und Qualität an den Schulen erreichen. Damit setzten wir uns an die Spitze einer europaweiten Entwicklung, die nicht aufzuhalten ist, die wir aber aktiv mitgestalten wollen." Auf einer Podiumsdiskussion im vergangenen Oktober in Brüssel waren die teilnehmenden Parlamentariern und Vertretern der Europäischen Kommission für Bildung und Kultur beeindruckt, wie weit Sachsen bereits mit seinen Maßnahmen zur Messung von Unterrichtsqualität gekommen ist. Transparenz über das, was in den Schulen geleistet wird und ein Wettbewerb um die besten Konzepte - das Ziel der Schulporträts - sind unverzichtbar in der wissensbasierten Gesellschaft und tragen dazu bei, der europäischen Bildungspolitik im Wettbewerb mit Amerika und Asien eine notwendige neue Dynamik zu geben. ots Originaltext: Sächsische Staatskanzlei Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Ansprechpartner: Steffen Große, Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Tel.: 0351-5642513 Original-Content von: Sächsische Staatskanzlei, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: