Sächsische Staatskanzlei

Neue Sachsengeschichte(n) bei sachsen.de
Jetzt alles unter einer Adresse: Sachsen-Chronik, sächsische Dynastien, die größten Sachsen und "Sachsen symbolisch"

Dresden (ots) - Sicher, Sachsen gilt als ein junges Bundesland. Wer wäre in diesen Zeiten des allgemeinen Jugendwahns auch gerne alt? Anders aber als andere Bundesländer, deren Umriss und Gründung eher auf technokratische Verwaltungsakte zurückgeht, kann Sachsen auf eine Jahrhunderte alte Geschichte als Land und Staat verweisen. Über diesen Umstand kann man sich jetzt auch deutlich ausführlicher als bislang bei www.sachsen.de, der Internet-Präsentation des Freistaates Sachsen, kundig machen. In den letzten Monaten ist dort im Bereich "Land und Leute" die Rubrik "Geschichte" gründlich umgestaltet und erweitert worden. Die Freischaltung des erneuerten Moduls und seine Integration in die programminterne Suchmaschine ist nun in den letzten Tagen erfolgt. Als Einstieg gibt es eine Sachsen-Chronik, mit der die politischen Zeitläufe - geordnet nach wichtigen zeitlichen Kapiteln - im Schnellgang durcheilt werden können. Interessant ist das allemal. Wem war schon bewusst, dass die germanische Besiedlung des heutigen sächsischen Gebietes erst vor etwa 2500 Jahren einsetzte und wesentliche Teile der heutigen Siedlungsstruktur im Lande slawischen Ursprungs ist? Wer wusste, dass die mehr als 800jährige Wettiner Herrschaft in Sachsen im Jahre 1089 mit der Belehnung des Grafen Heinrich I. von Eilenburg mit der Mark Meißen durch den deutschen Kaiser Heinrich IV. begann? Dies und vieles andere ist hier nachlesbar: Wann etwa die großen sächsischen Städte ihr Stadtrecht erhielten oder die Leipziger Universität gegründet wurde, was es mit der "Leipziger Teilung" auf sich hatte oder wann Sachsen seine Posthoheit verlor. Den führenden Politikern Sachsens vom Ende des 15. Jahrhunderts bis in die Gegenwart ist ein weiterer, "Dynastien und Kabinette" genannter Abschnitt gewidmet. Hier finden sich - soweit bekannt auch mit den genauen Daten ihrer Herrschaft - die Namen all jener, die in Sachsen Regierungsgewalt innehatten. Am Anfang stehen die Herzöge, Fürsten und Könige aus dem Wettiner Geschlecht, später flankiert von adeligen Kanzlern und Staatsministern, ab 1831 dann von kompletten Kabinetten. Diese "verbürgerlichen" in der Folgezeit nur sehr allmählich, bis schließlich der Adel nach dem Kriegsende 1918 mit einem Schlag alle Macht einbüßt. Derweil aber die Namen vieler Politiker der sächsischen Vorzeit nur in Ausnahmefällen noch geläufig sind, hat Sachsen der Welt eine ganze Schar großer Geister beschert, deren Namen - gleich ob sie hier geboren oder erst im Verlaufe ihres Lebens hier ansässig geworden sind - noch heute welt- oder deutschlandweit, zumindest aber in Fachkreisen einen guten Klang haben. Im Abschnitt "Alles Sachsen" sind - beginnend mit Aeros, endend mit Zinzendorf - mehr als 150 historische Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst, Geistesleben und Entertainment versammelt, auf deren Tatendrang, Forschergeist, Genialität, Witz oder Unterhaltsamkeit sich die Freistaatler bei der Begründung ihres Selbstbewußtseins in den allermeisten Fällen ohne jedes Bedenken berufen können. Die Betreffenden werden jeweils mit ihren Lebensdaten, einem kurzem biografischem Abriss und - soweit verfügbar - einem Abbild vorgestellt. In einer Datenbank erfasst, sind die Angaben auch sehr komfortabel (nach Namen, Lebenszeit, Geburts- oder Sterbeort oder Profession) recherchierbar. Weiterführende Links zu jedem der Kurzporträts machen allein schon diesen Abschnitt zu einem äußerst unterhaltsamen Kompendium mit einer Unmenge Sachsengeschichte(n). "Wappen, Fahne und Hymne", der letzte Abschnitt des neuen Geschichtskapitels in sachsen.de, fasst zusammen, was in kurzer, webgemäßer Form zu Sachsenfahne, Sachsenwappen und Sachsenhymne augenblicklich zu sagen ist. Geschichte findet sich hier in ganz knapper, bildhafter Weise wieder: Sachsen symbolisch, sozusagen. Auch das Sachsen-Signet übrigens, mit dem jedermann sich als dem Freistaat Sachsen zugehörig ausweisen kann, steht in diesem Abschnitt zum Download zur Verfügung. Das war's dann mit der Sachsengeschichte bei sachsen.de? Wohl noch lange nicht. Geschichte ist ein offener Prozess nicht nur von ihrem Ende her. Geschichte ist auch offen, weil sie von verfügbarem Wissens und seiner Interpretation abhängt. Die "historische Abteilung" von sachsen.de ist auf Neuigkeiten aus der alten Zeit nun technisch und strukturell besser als bislang eingerichtet. Fortgesetzter Umbau und Erweiterung sind also auch in Zukunft nicht etwa ausgeschlossen, sondern eingeplant. Übrigens: Wer uns bei Zahlendrehern, Verwechslungen, historischen Unschärfen oder anderen Fehlern ertappt, möge sich bitte melden. Ebenso sind Vorschläge zu Änderungen oder Erweiterungen willkommen. ots Originaltext: Sächsische Staatskanzlei Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen: Ruth Tuppack Pressereferat Archivstr. 1 01097 Dresden Tel. 0351-564-1311; Fax: 0351-564-1319 e-mail: Ruth.Tuppack@dd.sk.sachsen.de Original-Content von: Sächsische Staatskanzlei, übermittelt durch news aktuell

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