Sächsische Staatskanzlei

Staatsminister Schommer eröffnet Experten-Chat in Sachsen.de

Dresden (ots) - Vom Ende des Internet-Booms ist bei sachsen.de, dem Online-Angebot des Freistaates, nichts zu merken gewesen. Das Programm weist über die letzten zwölf Monaten eine treue und weiter wachsende Nutzerschar auf. In den 30 Tagen des Monats September wurden 1,546 Millionen Seitenabrufe bei 164000 Besuchen von 49000 Einzelbesuchern gezählt. Dabei sind Teile des Gesamtangebotes von sachsen.de, die auf externen Servern vorgehalten werden, nicht mitgerechnet. Im September 2000 waren erst 756000 Page Impressions bei 113000 Besuchen von damals 28500 Besuchern gezählt worden. Aber nicht nur die Nutzerschar, sondern auch der Umfang des Angebotes wächst kontinuierlich weiter. Seit Anfang Oktober sind die interaktiven Dienste von sachsen.de um einen weiteren Abschnitt vergrößert: Das Programm hat jetzt einen Experten-Chat. Von nun an ist es möglich, sich unter www.chat.sachsen.de direkt in dort stattfindende Web-Livedebatten mit Politikern oder Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst einzuwählen. Die Premiere des neuen Sachsen-Chat wird am 8. Oktober in der Zeit von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr Staatsminister Kajo Schommer bestreiten. Im ersten Chat bei sachsen.de soll es um ein zeitgemäßes, gerechtes und finanzierbares Sozialsystem gehen. Minister Schommers hat seine Grundposition zu diesem Thema bereits formuliert: "Um für die Wissensgesellschaft gewappnet zu sein, muss der Sozialstaat von Grund auf geändert werden. Nicht Bevormundung und Überfürsorge durch Vater Staat, sondern Eigeninitiative und Eigenverantwortung sind die Schlüsselfähigkeiten, die künftig gebraucht werden." Der Minister geht davon aus, dass Fähigkeiten und Kenntnisse eines Teils der Erwerbsfähigen nicht den hohen Ansprüchen der Wissensgesellschaft entsprechen. Bei unveränderten Arbeitsmarktbedingungen bedeute dies zwingend dauerhafte Arbeitslosigkeit. Um aber eine Spaltung der Gesellschaft in Leistungsträger und "Alimentierte" zu verhindern, müssten Arbeitsplätze für Geringqualifizierte entstehen. Wenn dauerhaft niedrige Einkommen subventioniert und potenzielle Arbeitgeber von komplizierten Vorschriften entlastet werden, entstünden aus der jetzigen Schwarzarbeit legale Arbeitsplätze. In diesem Zusammenhang fordert der Minister aber auch: Wer Kinder großzieht und wenig Einkommen hat, muss ein Familiengeld erhalten. Das muss für alle gelten und nicht nur - wie jetzt - für Sozialhilfeempfänger. Und: Arbeitslosen- und Sozialhilfe werden zu einem Sozialgeld zusammengeführt. Nicht Arbeitsfähige erhalten ein Sozialgeld in Höhe der jetzigen Sozialhilfe. Arbeitsfähige dagegen erhalten weniger, können dies jedoch durch eigene Leistung, z.B. gemeinnützige Aufgaben oder sinnvolle Qualifikation, erhöhen. Alle Interessenten sind nun aufgefordert, sich mit Ihren Fragen und Meinungen zur künftigen Entwicklung des Sozialsystems in Deutschland am direkten Austausch mit dem Minister zu beteiligen. Natürlich können auch Fragen zu anderen Themen aus dem Verantwortungsbereich des Ministers in den Chat einfließen. Der Verlauf des Online-Debatte wird archiviert und steht nach Ende der Live-Schaltung zum Nachlesen in sachsen.de auch weiter zur Verfügung. In der Diskussion eventuell offen gebliebene Fragen können nach Ende der Live-Schaltung im SachsenForum ( www.sachsenforum.de ) weiter diskutiert werden. Ein Chat-Kalender, in dem weitere geplante Web-Livedebatten bei sachsen.de angezeigt werden, vervollständigt das Angebot des neuen Moduls. Als nächste werden übrigens Finanazminister de Maiziere und Innenminister Hardraht in die Tastatur greifen. Im Sachsen-Chat sollen dann die Themen Sachsen-Finanzverband und Innere Sicherheit diskutiert werden. ots Originaltext: Sächsische Staatskanzlei Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen: Ruth Tuppack Pressereferat Archivstr. 1 01097 Dresden Tel. 0351-564-1311; Fax: 0351-564-1319 e-mail: Ruth.Tuppack@dd.sk.sachsen.de Original-Content von: Sächsische Staatskanzlei, übermittelt durch news aktuell

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