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Arzt-Praxen in ganz Ostdeutschland für fünf Tage geschlossen?

Berlin (ots) - Berlin und ganz Ostdeutschland werden im März möglicherweise die bisher größte Protestaktion von Ärzten erleben. Anders als bisher könnten sich diesmal Mediziner sämtlicher Fachrichtungen und auch Hausärzte flächendeckend an Praxisschließungen beteiligen. Anton Rouwen vom Aktionsrat der Kassenärzte sagte heute zu Berlins Hitradio 104.6 RTL: "Die Bereitschaft der Ärzte ist da. Zum genaueren Vorgehen in Berlin zum Beispiel wird am 28. Februar die maßgebliche Sitzung stattfinden." Mittlerweile sei auch eine enge Zusammenarbeit mit den Kassenärzten aus den fünf östlichen Bundesländern zustande gekommen. Nach der aktuellen Planung könnten ab dem 26. März Arztpraxen in ganz Ostdeutschland für fünf Tage geschlossen bleiben, so Rouwen im Interview mit 104.6 RTL. Nur eine Notversorgung werde gewährleistet. Die Mediziner wollen damit zum wiederholten Male gegen die Arzneimittel-Budgetierung protestieren. Die Berliner Krankenkassen hatten laut Rouwen angekündigt, allein von Berlins Kassenärzten wegen Überschreitungen des Budgets eine Strafe in Höhe von 77 Millionen Mark einzuziehen. Da zum 1. Januar 2001 viele Patienten in die günstigeren Betriebskrankenkassen gewechselt seien, werde sich die Situation für die Ärzte noch verschärfen, da auch weniger Geld für Medikamente zur Verfügung stünde, sagte Rouwen. "Jedem Arzt drohen jährliche Einkommensverluste zwischen DM 10.000 und 20.000 DM." Alle vorstehenden Informationen ab sofort frei nur bei Nennung der Quelle 104.6 RTL. ots Originaltext: 104.6 RTL Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Sabrina Rabow Pressesprecherin Telefon: 030-884 84 252 Telefax: 030-884 84 259 sabrina.rabow@104.6RTL.com Original-Content von: 104.6 RTL, übermittelt durch news aktuell

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