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UPF Thompson-Konkursverfahren: Vorläufige Entscheidung zu Gunsten von Land Rover

    Schwalbach (ots) - Ein britisches Gericht hat heute einem Antrag
von Land Rover stattgegeben und die einstweilige Verfügung gegen die
Finanzunternehmensberatung KPMG bestätigt. KPMG fungiert als
Zwangsverwalter für das angeschlagene Zulieferunternehmen UPF
Thompson, das die Chassis-Rahmenprofile für das Land Rover-Modell
Discovery fertigt. Der Richter entschied, dass der Fall im
Hauptsacheverfahren weiter zu klären ist. KPMG wurde angewiesen, bis
dahin die Versorgung von Land Rover mit den Chassis-Komponenten
aufrecht zu erhalten.
    
    Land Rover ist zufrieden, dass die Teileversorgung für den
Discovery vorläufig sichergestellt und damit auch die Gefahr für rund
10.000 Arbeitsplätze in weiteren Zulieferbetrieben für das Fahrzeug
zunächst abgewendet ist. Die Anhörung vor Gericht, die
voraussichtlich am 7. Mai 2002 stattfinden wird, gibt beiden Seiten
die Möglichkeit, ihre Argumente vorzutragen.
    
    Der Automobilhersteller blickt auf eine dreißigjährige
Zusammenarbeit mit UPF Thompson zurück und bedauert das
Konkursverfahren gegen seinen Zulieferer sehr. Land Rover hat sich in
intensiven Verhandlungen mit allen Beteiligten bemüht, auf
außergerichtlichem Weg ein Ergebnis im Interesse der eigenen
Beschäftigten und der Mitarbeiter von UPF Thompson sowie von bis zu
200 weiteren Zulieferern der Discovery-Baureihe zu erreichen. Darüber
hinaus hatte Land Rover wiederholt freiwillige Zahlungen in der
Größenordnung von einigen Millionen Pfund an KPMG geleistet und für
die Dauer der Suche nach einem Käufer für UPF Thompson einen
50-prozentigen Aufschlag auf die Einkaufspreise angeboten.
    
    Die Konkursverwalter forderten jedoch, dass Land Rover viele
Millionen Pfund mehr zahlt als für einen profitablen Betrieb von UPF
notwendig ist. Damit sollte ein Großteil der UPF-Verbindlichkeiten
bei den Gläubigerbanken beglichen werden.
    
    Dazu Bob Dover, Geschäftsführer von Land Rover: "Wir können nicht
akzeptieren, dass die Konkursverwalter eines Fremdunternehmens Land
Rover dazu drängen, zwischen der Einstellung der Produktion und der
Entlassung einer loyalen und engagierten Belegschaft einerseits oder
der Übernahme der Schulden eines Zulieferers andererseits zu wählen.
So etwas kann sich weder Land Rover noch irgendein anderer Hersteller
leisten. Die Folgen für unser Unternehmen im Speziellen und die
britische Industrie im Allgemeinen wären enorm."
    
    Wiederholte Drohungen von KPMG, die Lieferung der
Chassis-Rahmenprofile auszusetzen, veranlassten Land Rover,
juristische Schritte einzuleiten, um die Interessen der Belegschaft,
der Zulieferer und der Kunden zu schützen.
    
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