HPI Hasso-Plattner-Institut

Den realen Garten virtuell pflegen: HPI-Studenten siegen mit Smartphone-App

Den realen Garten virtuell pflegen: HPI-Studenten siegen mit Smartphone-App
Siegten mit der App "Remote Farm" beim SAP InnoJam: HPI-Studenten Stefan Klauck (Berlin), Michael Weisz (Hamburg), Stephan Schultz (Ludwigsfelde), Lars Butzmann (Potsdam) und Leo Kotschenreuther (Kürnach bei Würzburg). Die Smartphone-App ermöglicht es Stadtbewohnern ohne Garten, mit ihrem Mobiltelefon übers Internet Pflanzen zu pflegen und ...

Berlin/Potsdam (ots) - Ein Team aus fünf Studenten des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) hat den diesjährigen "SAP InnoJam Berlin" gewonnen. Die Doktoranden Lars Butzmann (27) und Stefan Klauck (27) sowie die Bachelorstudenten Leo Kotschenreuther (22), Stephan Schultz (21), und Michael Weisz (21) entwickelten während des 24-stündigen Programmierwettbewerbs im Berliner City Cube auf dem Messegelände die Softwareanwendung "Remote Farm". Sie ermöglicht es Stadtbewohnern ohne Garten, mit ihrem Mobiltelefon übers Internet Pflanzen zu pflegen und zu nutzen, die sich auf einem entfernt gelegenen Bauernhof befinden. Neben einem Sachpreis erhalten die Gewinner auch die Gelegenheit, ihre Softwarelösung während der am Dienstag beginnenden Technologie-Konferenz SAP TechEd tausenden von Entwicklern aus ganz Europa zu präsentieren.

"Ähnlich wie beim virtuellen Bauernhof-Spiel FarmVille können die Nutzer mit unserer App echte Pflanzen züchten und sich um deren erfolgreiche Pflege kümmern. Aussäen, Wässern und Düngen sowie Überprüfen der Bedingungen und Ernten lassen sich komplett über unsere Anwendung steuern", erläutert der Potsdamer HPI-Doktorand Lars Butzmann. Entscheidend dafür sind nach seinen Worten Sensoren im Boden und an den Pflanzen, die permanent aktuelle Daten über Temperatur, Feuchtigkeit und Zustand des Bodens an eine Hauptspeicher-Datenbank übermitteln. Deren Technologie wurde am Hasso-Plattner-Institut erforscht und zusammen mit SAP zu einem Produkt entwickelt.

"Nutzer können nicht nur mit Freunden und Kollegen darüber konkurrieren, wer zum Beispiel die meisten Tomaten erntet, sondern bekommen auf der Basis der gesammelten und flexibel auswertbaren Daten auch wertvolle Pflegehinweise und Ratschläge", hebt Butzmann hervor. Bereits vor einem Jahr hatte er mit einem Team aus den drei HPI-Masterstudenten Johannes Albrecht, Philipp Giese und Oliver Xylander sowie einem Bekannten den ersten "Disrupt Europe Hackathon" des renommierten Technologie-Blogs TechCrunch gewonnen. Die siegreiche mobile Anwendung des HPI-Teams erleichtert das Treffen von Freunden, indem ihre Nutzer mitteilen, welche Lokationen wie z.B. Restaurants oder Cafés sie in naher Zukunft besuchen werden.

Nach diesem "Pre-Check-In" können sich Freunde, die zufällig in der Nähe sind, zusammenfinden. Auf diese Art können Verabredungen und gemeinsame Unternehmungen besser geplant werden. Unternehmen hilft die Software dabei, potenzielle Kunden zu überzeugen, ihre Produkte und Dienstleistungen zu nutzen sowie einen besseren Service anzubieten. Dabei greift die Applikation auf Daten des mobilen Lokalisierungsdienstes "Foursquare" zurück. Sie erlaubt es, Freunden mitzuteilen, wo man sich gerade befindet.

Anfang September 2012 hatten Butzmann und vier Potsdamer HPI-Studenten bei dem TechCrunch-Programmierwettbewerb in San Francisco "FitScore", eine Fitness-App für internetfähige Mobiltelefone entwickelt. Auch einige von Butzmanns Team zum Berliner SAP InnoJam haben schon Erfolge bei Programmierwettbewerben aufzuweisen. So wurde HPI-Bachelorstudent Leo Kotschenreuther aus Kürnach bei Würzburg im Oktober 2014 Gewinner des "HackZürich". Außerdem siegte Stephan Schultz aus Ludwigsfelde, ebenfalls HPI-Bachelorstudent, schon bei mehreren "Hackathons", unter anderem mit der inzwischen sehr gefragten App "Steppschuh" fürs Handybetriebssystem Android. Sie stellt eine Sammlung von Fernbedienungen dar, mit denen man seinen Windows-PC drahtlos steuern kann.

Auf "Hackathons" und "InnoJams" geht es nicht ums Hacken im Sinne von Eindringen in fremde Netzwerke und Rechner. Vielmehr sollen die Teilnehmer zusammen mit anderen innerhalb einer gesetzten Frist ein durchschlagend neues Produkt entwickeln und diese Innovation meist von einer Experten-Jury bewerten lassen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (https://hpi.de) an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit open.HPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.

Pressekontakt:

HPI-Pressestelle: presse@hpi.de; HPI-Pressesprecher: Hans-Joachim 
Allgaier, M.A., Tel. +49 (0)331 5509-119
Original-Content von: HPI Hasso-Plattner-Institut, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: HPI Hasso-Plattner-Institut

Das könnte Sie auch interessieren: